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Es blüht so früh wie nie

Bad Münder. Raps wird schon seit Jahrhunderten wegen des hohen Ölgehaltes seiner Samenkörner kultiviert. Rund um Bad Münder wächst der „Brassica napus“ jetzt wieder bis zu eineinhalb Meter hoch. Durch den milden Winter blüht der Raps in diesem Jahr sehr früh, weiß Bezirkslandwirt Wilhelm Heine aus Hachmühlen. Bereits Ende März zeigten sich die ersten gelben Blüten bei dem Kreuzblütengewächs. Der vergangene Winter war bereits einer der mildesten in diesem Jahrhundert, nur wenige Nächte sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Die Folge: Die Pflanzen wuchsen kontinuierlich weiter, es stellte sich nur eine verhaltene Vegetationsruhe ein.

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„Der Raps steht in diesem Jahr sehr gut“, erklärt Heine, „wir haben gerade die letzten Behandlungen abgeschlossen“. Leider seien die Preise im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. „Haben wir 2013 noch 47 Euro pro 100 Kilogramm bekommen, bewegen wir uns jetzt bei 36 Euro, ein starker Einbruch.“ Viele Landwirte so wie er wollen jetzt durch Vorkontrakte einen Großteil ihrer Ernte absichern.

Für die nächste Aussaat sieht Heine auf die Landwirte große Probleme zukommen. Seit dem 1. Dezember 2013 ist die Nutzung der neonikotinoiden Wirkstoffe (Insektizide) Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoaxam für vorerst zwei Jahre in der Europäischen Union eingeschränkt, da sie im Verdacht stehen, einer der Faktoren zu sein, die verantwortlich für das Bienensterben sind. In der deutschen Landwirtschaft treffen die EU-Restriktionen die Saatgutbehandlung bei Raps. „Damit fehlen uns wirksame Möglichkeiten, um unseren Raps vor Schädlingen zu schützen“, so Heine. Während Umweltschützer jubeln, warnen Hersteller und Agrarbranche vor Ernteeinbußen.col



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