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Zertifikat für Kindergarten Lindhorst als „Haus der kleinen Forscher“ / Bereits vier Kitas ausgezeichnet

Es begann mit einer Schnecke

Lindhorst (svb). Der Kindergarten Lindhorst ist am Don-nerstag als vierter von insge-samt 100 im Landkreis Schaumburg mit einem Zertifikat und einer Plakette als „Haus der kleinen Forscher“ von der gleichnamigen Stiftung in Berlin ausgezeichnet worden.

„Heute ist ein ganz besonderer Tag für den Kindergar-ten“, sagte die Leiterin, Rita Lahmann, bei der Übergabe des Zertifikats. Das Forschen hatte mit einer Teamfortbil-dung der Kita-Betreuerinnen zu dem Thema Wasser im vergangenen Jahr begonnen. Lahmann sprach ihren Kolle-ginnen Manuela Lunk, Britta Meynerts und Stefanie Gewecke ein besonderes Danke-schön für das Projekt aus.

Die drei Betreuerinnen haben sich nach dem ersten Workshop weiterhin den Themen Luft, Magnetismus sowie Lichtfarbe gewidmet und mit der Frosch-, Bären- und Hortgruppe der Kita fleißig geforscht. Das Projekt, das in der Zertifizierung gipfelte, habe eher zufällig begonnen, und zwar mit einer einzigen Weinbergschnecke, erklärte Lahmann.

Das Betreuer-Team sammelte mit den Kindern zunächst alle Fragen rund um die Schnecke und später auch die Antworten. So erfuhren die kleinen Forscher zum Beispiel, dass Schnecken Zwitter sind und sich bei Wassermangel in ihr Haus zurückziehen. Von Mai bis September züchteten die Jungen und Mädchen insgesamt 46 Schnecken und lernten während der ständigen Beobachtung alles über die Tiere.

„Kinder sind wissbegierig und diese Wissbegierde muss befriedigt werden“, sagte Bürgermeister Hans-Otto Blume. Er sei stolz auf den Kindergarten und alle Beteiligten des Projektes. Ursula Büthe, Fachberaterin des Jugendamtes und Netzwerk-Koordinatorin des Projekts „Haus der kleinen Forscher“ in Schaumburg, überreichte anschließend das Zertifikat an die Kita-Leiterin.

Sie griff Blume’s Gedanken der „Kinderfrage“ auf und erklärte, dass Kinder nicht erst in der Schule, sondern schon im Kindergarten mit der Naturwissenschaft in Kontakt kommen sollten. „Naturwissenschaftliche Fragen sollen keine Angst, sondern Freude machen“, so Büthe.

Zur Zertifizierung waren auch einige Grundschüler, die in 2011 noch in der Kita ge-forscht hatten, zu Besuch ge-kommen. Gemeinsam kreier-ten sie zum Beispiel schäu-mende „Vulkane“ aus Natron, „Spüli“ und Wasser. Außer mit Luftballons überraschte Lahmann die Kleinen mit ei-nem selbst gebackenen Ku-chen mit der Aufschrift „Haus der jungen Forscher“.

Auch ein Buch mit den Bildern, Beobachtungen und Aufzeichnungen, die die Kin-der während des Schnecken-Projektes machten, hatten die drei Betreuerinnen zusam-mengestellt. Sogar Koordina-torin Büthe erfuhr frei nach dem Motto des Netzwerkes „Schau & trau“ beim Durch-blättern noch einiges Neues über Schnecken und ließ sich das eine oder andere von den jungen „Wissenschaftlern“ erklären.

Bilder auf sn-online.de




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