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Grundschule Rehren nimmt Ganztagsbetrieb auf / Dankeschön an zahlreiche Helfer und Spender

Erstes Mensa-Essen mit "Rundum-Service"

Rehren (la). "Das ist hier aber hübsch", haben gestern die Kinder der Grundschule Rehren festgestellt, als sie zum ersten Mal zum Essen in die neue Mensa kamen. Meike Steinweg hatte den Raum und die Tische liebevoll dekoriert.

Ohne großen Wirbel nahmen die ersten 30 Kinder, alles Erst- und Zweitklässler, an den Tischen Platz, schauten sich die Servietten an und warteten auf ihr Mittagessen. Das schoben Erika und Dirk Tegtmeier (die Namensgleichheit ist übrigens Zufall) in Wärmebehältern in die Mensa. Schnitzel, buntes Gemüse und Salzkartoffeln gab es gestern für die Ganztagskinder und Betreuungskräfte. "Sieht das lecker aus!" befand die siebenjährige Sina-Michelle Quante sofort. Am ersten Tag gab es das Essen mit "Rundum-Service". Die Küchenfee Erika Tegtmeier und Dirk Tegtmeier, der die Versorgung der Schule mit Essen übernommen hat, füllten mithilfe der Lehr- und Betreuungskräfte die Teller der Kinder und servierten das Essen am Tisch. "Mal schauen, ob das so bleibt. Die Kinder könnten sich in Zukunft auch in einer Schlange anstellen und sich die Teller holen", überlegte Schulleiter Carl Gundlach. Noch sei alles in der Erprobungsphase. "Das schmeckt voll gut!" meinte derweil die siebenjährige Shannon Kernig, und ihre Tischnachbarin Franziska-Christin Hudzig (8) fand: "Das ist toll, dass wir Freundinnen jetzt so oft zusammen essen können." "Und Mama braucht nicht mehr zu kochen. Das nervt sie sowieso schon immer", meinte ein anderes Mädchen am Tisch. Ruckzuck waren die meisten Teller leergegessen und die Betreuungskräfte, die eigentlich damit gerechnet hatten, dass sie gerade den Erstklässlern noch beim Schneiden des Schnitzels helfen müssen, waren überrascht, wie gut alles lief. Um kurz nach 13 Uhr kamen dann die Dritt- und Viertklässler zum Essen. 2,35 Euro müssen die Eltern pro Mahlzeit bezahlen. Hartz-IV-Empfänger und Asylanten bekommen einen Zuschuss und müssen nur 1,03 Euro bezahlen. "Ärgerlich ist, dass etwa ein Drittel der Eltern das Essensgeld noch nicht bezahlt hat. Dabei hatten wir die entsprechenden Informationszettel schon zwei Wochen vor den Sommerferien verteilt", so Gundlach. Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen und hohe Kosten verursachen, wenn hinter den "säumigen Zahlern" her telefoniert werden müsse. Nach dem Essen - zum Nachtisch gab esübrigens noch Jog hurt - ging es in die verschiedenen Betreuungsgruppen. Einige Kinder nutzten die neu ausgebaute Pausenhalle, die pünktlich zum Schulstart fertig geworden war. Am Montag hatten der Schulleiter und Bürgermeister Thomas Priemer noch einmal alle Eltern und Lehrkräfte für ihr Engagement gelobt und Vertreter verschiedener Firmen zu einem "Dankeschöntreffen" eingeladen. Kleine Geschenke gab es für Heinrich Helper, der kostenlos die Baggerarbeiten für die Pausenhalle ausgeführt hatte und fürHans-Jürgen Pätzel, der mit einem Radlader die Steine abtransportiert hat, sowie für Vladimir Birt und seinen Mitarbeiter Juri Brug, die die Fußbodenplatten in der Pausenhalle zum absoluten Sonderpreis verlegt haben und die Fliesen in der Räumen der ersten Klassen sogar kostenlos. Ein weiteresDankeschön ging an Eberhard Bredemeier, der die Heizungsregelung gespendet hatte und Fritz Stummeier für die Einrichtung des kompletten Stromnetzes. Thorsten Niedert, von einer Mutter als "Kommunalpolitiker der sein Amt ernst nimmt" betitelt, gab es ebenfalls ein Geschenk. Niedert, der Vorsitzender des Schulausschusses ist, hat viele Stunden auf der "Baustelle" mit angepackt. Michael Weil hat für ein Netzwerk und PC Anschlüsse gesorgt und Meike Steinweg hat als Koordinatorin der Ganztagsschule mehr geleistet, als eigentlich erforderlich. Und zwar in Sachen Organisation, Dekoration und Bauarbeiten. Abschließend wurden noch Hausmeister Friedhelm Baule und Fritz Nolting beschenkt, die von Anfang an dabei waren und ohne Pause und weit über ihre Dienstzeit hinaus geholfen haben. "Ich danke allen Gewerbetreibenden, die das Projekt Pausenhalle mit seinem unüblichen Werdegang unterstützt haben", sagte Priemer. Dies sei nur in dörflichen Gefilden möglich, "wo man sich eben noch hilft". Wenn die Schlussrechnung erstellt ist, wird darüber entschieden, ob die Schule, trotz der enormen Eigenleistungen, mit einer Budgetkürzung in vereinbarter Höhe rechnen muss, oder ob diese geringer ausfällt. 68 Kinder sind derzeit für die Ganztagsbetreuung angemeldet. Noch etwa 40 Erst- und Zweitklässler nehmen die Betreuung in der fünften und sechsten Stunde in Anspruch. "Die läuft unverändert weiter. Es gibt dafür eine Extrakraft und die Kooperation mit der Kreisjugendmusikschule", sagte Gundlach.




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