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Rund 30 Beschäftigte legen ihre Arbeit nieder / Forderung nach Tarifvertrag / Klinik unter Diakonie-Trägerschaft

Erster Streik seit Gründung des Friederikenstifts

Bad Münder (lil). Rund die Hälfte der 60 Beschäftigten des Friederikenstifts Bad Münder/Hachmühlen hat gestern bis zum frühen Nachmittag ihre Arbeit niedergelegt – dabei handelt es sich um den ersten Streik seit Gründung der Einrichtung im Jahr 1950.

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Die Forderung: ein Flächentarifvertrag. Dazu zählen etwa mehr Gehalt und eine geringere Arbeitsbelastung. „Wir würden uns schon mit einem Haustarifvertrag zufrieden geben“, stellt Streikleiter Jörg Schlatterer heraus, der sich mit seinen Mitstreitern aus den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft und Physiotherapie vor dem Haupteingang versammelt hatte. „Die Kirche meint, wir dürften nicht streiken“, sagt er. „Streiken ist aber ein Grundrecht, auch in der Diakonie.“

Die Klinik wird unter Trägerschaft des Diakoniekrankenhauses Friederikenstift Hannover, das zu den Diakonischen Diensten Hannover gehört (DDH), betrieben. Im Oktober hatten Münderaner bereits an einem Streik mit anderen Einrichtungen in Hannover teilgenommen.

Zur gestrigen Arbeitsniederlegung hatte das Gewerkschaftliche Tarifbündnis in der DDH aus ver.di und Marburger Bund aufgerufen.

„Wir wollen, dass unsere Mitarbeitenden schnellstmöglich mehr Gehalt bekommen“, so Dr. Utz Wewel, Sprecher der DDH-Geschäftsführung. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite der zuständigen Kommission sollten daher „umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren“, heißt bei den DDH. Seit einem Jahr ruhen die Gehaltsverhandlungen für die insgesamt rund 40 000 Beschäftigten der Diakonie in Niedersachsen. Die Versorgung der Patienten war auch während der Warnstreiks geregelt.



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