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Erster Preis der DaVita-Spende geht an das Hospiz Bad Münder

BAD MÜNDER. Im wahrsten Sinne des Wortes ein „Glücksgriff“ ist der Scheck, der jetzt von der DaVita Medical Group an das Hospiz Bad Münder überreicht wurde. „In den USA unterstützt DaVita schon seit vielen Jahren soziale Projekte, in Deutschland begann das im letzten Jahr“, erklärt Regionalleiterin Susann Lambrecht.

Manuela Harenberg (re.), Susann Lambrecht (2. v. re.) und Andreas Przykopanski überreichen den symbolischen Spendenscheck an Hospiz-Leiterin Stephanie Kaiser. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

In diesem Jahr seien die Regionalstellen erneut aufgefordert gewesen, Vorschläge für Einrichtungen in ihrem Bereich einzureichen. Lambrecht schlug das Hospiz Bad Münder vor – das dann bei einer Tombola in der DaVita-Zentrale als erster Platz gezogen wurde, mit einem Preisgeld von 1000 Euro. Als symbolische Geste überreichte Lambrecht nun den Scheck an Hospiz-Leiterin Stephanie Kaiser.

Dass die Spende nach Bad Münder geht, freut die Regionalleiterin sehr: „Das Hospiz Bad Münder ist ein Ort, an dem gelebt wird, bis der Tod kommt. Ich bin sehr stolz, das Geld dem Hospiz zukommen zu lassen, denn ich bin überzeugt, dass hier wertvolle Arbeit für die Region geleistet wird.“

„Die Arbeit, die hier im Hospiz geleistet wird, ist mit Geld nicht zu bezahlen“, findet auch Manuela Harenberg, ärztliche Leiterin des medizinischen Versorgungszentrums DaVita Bad Münder, die auch die Gäste des Hospizes ärztlich versorgt. Früher seien Sterbende in Krankenhäusern häufig allein gelassen worden, denn „das Sterben passt nicht in die moderne Welt, wo alles getan wird, um das Leben zu verlängern“. Hier sei ein Umdenken nötig, um den Tod ins Leben aufzunehmen. Auch am Ende könne das Leben noch mit schönen Erlebnissen gefüllt werden. Dies geschehe in Hospizen wie dem in Bad Münder. Die Spende sieht Harenberg daher als „eine Wertschätzung und ein Symbol für das, was hier geleistet wird.“

Das Hospiz in Bad Münder besteht inzwischen seit zehn Jahren. Bis zu sechs Gäste können hier betreut werden. Da die Einrichtung nicht komplett über die Krankenkassen finanziert wird, ist sie auf Spendengelder angewiesen. „Wir freuen uns über jede Spende“, sagt Andreas Przykopanski, Geschäftsführer der Awo, die das Hospiz betreibt. Häufig kämen etwa kleine Spenden von Angehörigen der Gäste.

Doch nicht über nur finanzielle Unterstützung freut sich das Hospiz. „Wir haben viele ehrenamtliche Helfer“, erzählt Kaiser. Einige stünden direkt den Gästen bei, andere backten beispielsweise Kuchen. „Jeder gibt das, das er geben kann und möchte“, sagt die Hospiz-Leiterin. „Man kann auf viele verschiedene Arten helfen.“ Lambrecht lobt den Einsatz der freiwilligen Helfer. „Das Ehrenamt spricht für die Region und zeigt, dass die Menschen hier sich ihren Mitmenschen widmen möchten.“



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