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15 bis 20 Plätze für Schwerstkranke / Politiker informieren sich in Seniorenresidenz / Gespräch mit Heimbeirat

Erste Palliativstation Schaumburgs im "Schäferhof"

Rehren (la). Besonders herausputzen musste sich die Seniorenresidenz "Schäferhof" in Rehren am Sonnabend nicht, denn schließlich ist das neue Haus zu jeder Zeit ein Hingucker für Besucher. Trotzdem herrschte Aufregung, denn hohe Politiker hatten ihren Besuch angekündigt: David McAllister, CDU-Fraktionschef im Landtag, und die Professorin Dr. Claudia Hübner, die einzige Staatsrätin Deutschlands, die speziell für den demografischen Wandel und für Senioren zuständig ist.

David McAllister (hinten, v. r.), Dr. Joachim Runkel, Dr. Claudi

Gemeinsam mit CDU-Politikern aus dem Auetal begrüßten "Medicare"-Chef Helmut Müller und Heimleiter Reinhold Pflug die Gäste in der Caféteria. Nach einer Kaffeerunde führte Müller die Gäste durch das Haus, in dem zurzeit 62 Menschen leben. "Wir haben sehr viele Senioren zur Kurzzeitpflege. Mit festen Bewohnern ist unsere Einrichtung erst zur Hälfte belegt", erklärte Müller. Rund 40 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Bewohner. McAllister und Dr. Hübner zeigten sich überrascht von den "tollen Zimmern und den großen Gemeinschaftsräumen". "Der Austausch mit der Expertin in Sachen ambulante und stationäre Betreuung war hochinteressant für beide Seiten", sagte McAllister. Müller nutzte die Gelegenheit, um eine Neuerung in der Seniorenresidenz "Schäferhof" bekannt zu geben. Ab Januar 2008 soll im zweiten Obergeschoss der Einrichtung eine Palliativstation mit 15 bis 20 Plätzen eingerichtet werden - die erste Palliativstation im Landkreis Schaumburg. "Hier wollen wir Menschen besonders betreuen und würdevoll auf ihrem letzten Weg begleiten", sagte Müller. Dazu würden zwei Räume in der Etage umgewidmet, um noch mehr Gemeinschaftsräume und damit eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. "Wir werden es Angehörigen ermöglichen, bei den Betroffenen zu übernachten und den Tag in unserem Haus zu verbringen", sagte Müller. Pflegekräfte für die Palliativpatienten werden gerade speziell ausgebildet. Für jeden Schwerstkranken soll auf der Station eine Pflegekraft zur Verfügung stehen. Bislang gibt es im Landkreis Schaumburg keine Palliativstation. In den Krankenhäusern in Rinteln, Bückeburg und Stadthagen sollen in Kürze je zwei Palliativbetten vorgehalten werden. Im Anschluss an den Rundgang nutzen die Politiker die Gelegenheit für ein Gespräch mit dem Heimbeirat. "Da gab es nur Positives zu hören", sagte Dr. Hübner.

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