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Die Stadt feilt seit zwei Jahren an ihrem Zukunftskonzept, doch das Interesse hält sich in Grenzen

Erste Bürgerbeteiligung – fast ohne Bürger

Bad Münder (mari). Das hatte sich die Verwaltung anders vorgestellt: Zur ersten Bürgerbeteiligung des Zukunfts-Entwicklungs-Programms erschienen nur 15 Teilnehmer – von denen 12 Ratsmitglieder oder Verwaltungsmitarbeiter waren und das Konzept längst kennen.


„Ich würde mir wünschen, dass zum nächsten Termin mehr Bürger kommen“, sagt Wirtschaftsförderin Anika John. Sie glaubt: „Das Programm muss sich wohl noch mehr herumsprechen.“ Auch GeTour-Geschäftsführer Thomas Heiming zweifelt trotz der fehlenden Resonanz nicht an der Idee hinter der Veranstaltung: „Unsere Bürger müssen sich wahrscheinlich erst daran gewöhnen, dass sie mitgestalten können. Das ist ein neues Element in der politischen Zusammenarbeit.“

Beide geben sich „nicht enttäuscht“, sondern sprechen von einem „vielversprechenden Anfang“. „Die Veranstaltung war qualitativ gut. Das zählt“, meint Heiming.

In dem Zukunftskonzept stecken viel Zeit und Geld. Die Verwaltung befasst sich seit mehr als zwei Jahren mit dem Thema. „Die Kernfrage war: Was müssen wir als Stadt, als Ratsmitglieder und als Bürger tun, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern“, erinnert Bürgermeisterin Silvia Nieber. Sieben Themenschwerpunkte gibt es: Bauen und Wohnen, Gesundheit und Tourismus, Wirtschaft, Umwelt und Landschaft, Bildung und Soziales, Sport und Erholung sowie Verkehr.

Die Gruppen haben sich mehrfach getroffen und – zusammen mit geladenen Gästen – Leitsätze erarbeitet. Diese sollten jetzt erstmals öffentlich diskutiert werden. Bei der ersten von drei geplanten Bürgerbeteiligungen ging es um die Bereiche „Wirtschaft“ und „Tourismus“.

John und Harald Meyer-Achilles (Umweltamt) stellten die Maßnahmen vor, die bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden sollen. Drei Anregungen gab es aus dem kleinen Forum dann doch: Bad Münder solle in die Agenda die Eröffnung eines Wohnmobilstellplatzes aufnehmen, in den leer stehenden Extra-Markt müsse unbedingt wieder ein Lebensmittelmarkt einziehen, und die Verwaltung solle sich weiter dafür einsetzen, dass die Einzelhändler durchgehend öffnen. Anderenfalls mache sich die Innenstadt selbst unattraktiv.

So geht es weiter: Am 29. April stellen die Gruppen „Bildung“, „Erholung“ und „Gesundheit“ ihre Ergebnisse vor. Am 6. Mai werden die Bereiche „Bauen“, „Landschaft“ und „Verkehr“ diskutiert. Die Bürgerbeteiligungen beginnen jeweils um 18 Uhr im Deutschen Haus.



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