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Erste Bilanz: Freibäder gehen in die Winterpause

BAD MÜNDER/BAKEDE/BEBER-ROHRSEN. Bunte Blätter, Lebkuchen im Supermarkt – es gibt jedes Jahr untrügliche Anzeichen dafür, dass der Herbst naht. Eines davon: die Freibäder schließen. Am Wochenende endete auch in den drei heimischen Bädern die Saison. Es gab Feierstimmung – aber auch kritische Stimmen und Wetter-Ärger.

Wilfried Borges verabschiedete sich mit ein paar letzten Bahnen vom Rohmelbad. Foto: Rathmann

Autor:

GERT MENSING UND JENS RATHMANN

Im Rohmelbad zogen die Freibad-Fans am Sonntagabend die letzten Bahnen. Dabei mischte sich – wie in den vergangenen Jahren – auch etwas Wehmut in den Abschied. Und auch kritische Töne blieben zum Saisonende nicht aus: Für Wilfried Borges, begeisterter Schwimmer und SC-Trainer, müssen die Öffnungszeiten des Bades in der kommenden Saison dringend überarbeitet werden.

„Wenn die Leute von der Arbeit kommen, ist das Bad zu. So steigert man die Attraktivität nicht, und so wirbt man auch nicht für ein Bad, das viele Besucher braucht“, sagt der Stammgast.

In Bakede endete die Saison am Wochenende mit einer Party, am Sonntag gab es zum Ausklang jede Menge Leckereien. In Rohrsen schloss das Freibad Beber-Rohrsen schon am Sonnabend seine Tore. Und auch wenn der letzte große Ansturm ausblieb, waren die Freibadfreunde Rohrsen mit den Besucherzahlen zufrieden.

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Gemütlich wurde es am Sonnabend zum Abschied im Freibad Beber-Rohrsen. FOTOS: MENSING (2)

Nach einem verheißungsvollen Auftakt im Mai hatte man im Juni sogar mit Rekordzahlen gerechnet. „Doch dann kamen die verregneten Ferien“, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Bettina Groer-Wilkening, am Sonnabend. Trotzdem: „Auch an Tagen mit schlechtem Wetter haben wir mehr als 60 Besucher gezählt“, so Groer-Wilkening, die erst im Frühjahr den Vorsitz übernommen hatte.

Die Organisatoren hatten aber zuletzt nicht nur mit wechselhaftem Wetter gekämpft. „Uns fehlt eine Umwälzanlage“, stellte Beisitzer Karl-Heinz Krebs fest: „Wir müssen bei vielen Besuchern ständig neues Wasser einlassen“. Somit komme keine angenehmere Wassertemperatur zustande, die auch an kühleren Tagen Lust auf den Badespaß bereite. Dennoch war auch er zufrieden. „Unsere Arbeiten und Ideen haben sich gelohnt“, zeigt sich auch Krebs hoffnungsvoll für das Bestehen des kleinsten Freibades zwischen Deister und Süntel.

Zu Jahresbeginn hatte man dort den Sozialtrakt komplett neu gestaltet, einen Aufenthaltsraum eingerichtet, die Küche modernisiert und einen neuen Kiosk installiert, sodass dort auch bei schlechtem Wetter jeden Tag geöffnet war. Der Verein konnte zwei heimische Badeaufsichten gewinnen, die sich nicht nur um ihre eigentlichen Aufgaben kümmerten, sondern auch rund ums Bad aktiv mitwirkten.

So bildeten sich Gruppen, die regelmäßig Skat- oder Kaffeerunden veranstalten. Finanziell werden die Freibadfreunde, die als Verein das Bad seit einigen Jahren eigenständig betreiben, über die Runden kommen. „Wir hatten bei zahlreichen Events richtig Glück“, blickt Bettina Groer-Wilkening zurück: Grill- und Familientage, Frühstück und auch der Kioskbetrieb dürften der Vereinskasse für diese Saison geholfen haben.



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