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Ladung brennt lichterloh / Zwei Schwerverletzte - 150 000 Euro Schaden / Staus auf Umleitung

Erst Lkw-Brand, dann Lkw-Unfall: A 2 gesperrt

Landkreis (rnk). Ein Lkw-Brand und ein schwerer Lkw-Unfall haben gestern Vormittag zu einer Vollsperrung der Autobahn in beide Richtungen geführt.

Der zweite Unfall: Im Führerhaus dieses Lkw wird der Fahrer eing

Der Brand ereignete sich kurz nach 7 Uhr in Richtung Hannover. Bei einem Herforder Sattelschlepper war nach ersten Erkenntnissen die Achse heiß gelaufen. Die Ladung fing Feuer. Der Fahrer fuhr in Höhe Antendorf auf den Standstreifen und rettete sich aus dem Führerhaus. Als Problem erwies sich dann nicht das Feuer, sondern die Ladung: Synthetisches Band, wie es beispielsweise die Bauern für ihre Strohballen benötigen. Es brannte wie Zunder und floss dann auseinander. Die Feuerwehr Rehren konnte zwar einÜberspringen des Feuers auf den Anhänger verhindern, alarmierte aber dennoch die Wehren aus Lauenau, Rodenberg und Rolfshagen, um die anliegenden Erntefelder zu schützen. Nach dem Löschen des Feuers wurde die verbrannte Ladung mit einem Gabelstapler der Rehrener Firma Bredemeier in Container entsorgt, die Heinrich Helper aus Poggenhagen auf die A 2 gebracht hatte. Mit einem Bagger wurde die auf der Fahrbahn geschmolzene Masse entsorgt. Damit jedoch nicht genug: Die Autobahnmeisterei orderte eine Fräse an, die den durch die Hitze stark beschädigten Belag auf der Standspur und zwei Fahrstreifen abfräsen sollte. Wesentlich schlimmere Folgen hatte der zweite Unfall, der sich gegen 8.30 Uhr ereignete. Ein Lastwagenfahrer raste aus Richtung Lauenau kommend auf ein Stauende in Höhe Escher Loch - verursacht von einem polnischen Lkw, der Höhe Escher Mühle beim Bremsen schlecht gesicherte Ladung verloren hatte. Der sich dem Stauende nähernde Lkw-Fahrer konnte nur mit einer Vollbremsung ein Auffahren verhindern und stand mit seinem Fahrzeug bereits, als ein nachfolgender tschechischer Lkw-Fahrer die Situation zu spät erkannte und auffuhr. Noch im letzten Momente riss der Fahrer das Steuer herum, um rechts an dem letzten Lkw-Aufhänger vorbeizukommen. Es war die falsche Entscheidung, links wäre besser gewesen, wie ein Feuerwehrsprecher später erklärte. So fuhr der Lkw-Fahrer mit der Fahrerseite in den Sattelauflieger am Stauende. Der eingeklemmte Fahrer wurde dabei schwer verletzt und von den Wehren aus Rehren, Rodenberg, Lauenau und Rolfshagen befreit. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen, schwebt aber nach Polizeiangaben nicht mehr in Lebensgefahr. Schwere Verletzungen erlitt auch der Beifahrer, er konnte sich noch selbst aus dem demolierten Führerhaus befreien. Den Schaden schätzte die Polizei auf rund 100 000 bis 150 000 Euro. Die Autobahn musste wegen der Unfälle in beide Richtungen gesperrt werden - mit den entsprechenden Folgeerscheinungen auf den offiziellen (und inoffiziellen) Umleitungsstraßen. Richtung Hannover konnten die Fahrzeuge ab kurz nach 12 Uhr zunächst einspurig die Unglücksstelle passieren. Gegen 15 Uhr war die A 2 Richtung Dortmund wieder frei.

Noch aus dem anfahrenden Fahrzeug der Feuerwehr Rehren heraus en
  • Noch aus dem anfahrenden Fahrzeug der Feuerwehr Rehren heraus entsteht das erste Bild des lichterloh brennenden Lkw (oben), der anschließend mit vereinten Kräften gelöscht wird (l.), aber dennoch komplett ausbrennt (r.). Fotos: uba/tol
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