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Sieben prächtig geschmückte Wagen im Umzugstross des Erntefestes / 700 bei der Zeltdisko

Erntekrone: Bänder drücken Vielfalt aus

Meerbeck (han). Das dreitägige Erntefest in Meerbeck hat zahlreiche Gäste und Einheimische begeistert. Der Höhepunkt des Festes war der "Familientag" am Sonnabend, der mit einem Ernteumzug eingeleitet wurde. Sieben Erntewagen zogen zum Haus des Erntebauernpaares Sabine und Kurt Druschke, um von dort die Erntekrone zum Festzelt am Dorfteich zu bringen.

Ausgerichtet wurde das Fest vom Siedlerbund Meerbeck, der Gemeinde Meerbeck und der Dorfgemeinschaft. Jugendliche aus Meerbeck, Gelldorf, Rusbend, Südhorsten, Wendthagen-Ehlen, Volksdorf und Schöttlingen gingen mit sieben prächtig geschmückten Erntewagen auf die Reise. Der Umzug startete am Dorfteich. Beim Haus des Erntebauernpaares "Auf der Loge" wurde die Erntekrone abgeholt, anschließend ging es durch den neuen Ortsteil Eichenweg-Eschenweg und zurück zum Festzelt. "Wir sind glücklich und stolz, dass der Siedlerbund uns sein Vertrauen geschenkt und uns ausgewählt hat", sagten Sabine und Kurt Druschke. Zudem freuten sich die Erntebauernüber das gute Wetter und die zahlreichen Erntewagen. Im Festzelt hängte das Paar die große, aus Trachtenbändern gefertigte Erntekrone auf, die anschließend unter das Dach gezogen wurde. "Die vielen Bänder drücken die Vielfalt der unterschiedlichen Trachten aus", erläuterte Sabine Druschke. Außerdem waren kleine Spiegel an der Krone befestigt, die nach Druschkes Worten böse Geister vertreiben sollen. Auch die Kindertrachtengruppe präsentierte stolz eine eigene, etwas kleinere Erntekrone, die neben dem "Original" seinen Platz fand. Angetrieben von schmissigen Klängen der "Schaumburger Trachtenkapelle", strömten Gäste, Dorfjugend und die Trachtengruppe Meerbeck auf die Tanzfläche. Getanzt wurden unter anderem der "Freischütz", "Heufahrer", "Settedanz" und der "Mariendanz". Auch die Nachwuchstänzer machten eine gute Figur: Zur Belohnung für ihre Darbietung verteilte das Erntebauernpaar Süßigkeiten an die Kindertrachtengruppe. Die übrigen Kinder tollten auf dem idyllischen Gelände vor dem Zelt herum und vergnügten sich mit Hula-Hoop-Reifen und Riesenseifenblasen. Das Erntefest bot außer dem Umzug noch eine Zeltdisko, einen Tanzabend im Zelt und ein Bürgerfrühstück am Sonntagvormittag. Bei der Disko seien über 700 Gäste mit dabei gewesen, freute sich Dierk Heine, Vorsitzender der Meerbecker Dorfgemeinschaft. Auch das Engagement der Dorfjugend blieb nicht unerwähnt. "Die Jugendlichen haben sich neu organisiert und unterstützen uns kräftig", betonte Heine. Zuvor sei die Dorfjugend ohne Regie gewesen, inzwischen habe man ein Führungsduo gewählt, das die Geschicke leitet. Auch das Toltern sei wiederbelebt worden, nachdem man einige Jahre lang pausiert habe. Vor zwei Wochen sind die Jugendlichen mit Tanz und Gesang durch das Dorf gezogen, um die Bürger "wachzurütteln" und zum Erntefest einzuladen. Zudem hätten sie Geld für die Kinderkrebshilfe gesammelt. Der Meerbecker Bürgermeister Klaus Tanski wies darauf hin, dass das Meerbecker Erntefest bereits seit 60 Jahren ohne Unterbrechung gefeiert wird.




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