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Lindhorster Heimatverein blickt auf die Reise nach Kovel zurück

Erinnerungen an die Ukraine

Lindhorst. Mitglieder der Ortsgemeinschaft Lindhorst des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins haben sich bei ihrem monatlichen Treffen an eine Reise ins ukrainische Kovel erinnert. Vor 20 Jahren war eine Delegation der Lindhorster Trachtengruppe dorthin aufgebrochen, um sich in Sachen Brauchtum auszutauschen. Die Reise hat die Teilnehmer dazu bewogen, ein Jahr später, im Jahr 1996, mit einem Hilfstransport in die Ukraine zurückzukehren.

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„Wir haben eine komplette Zahnarztpraxis eingepackt“, erinnerte sich Werner Bremer an das ungewöhnlichste Geschenk für die Ukrainer. Richtiges Elend habe im Krankenhaus von Kovel geherrscht. Deshalb hatte die Gruppe außer Sachen des täglichen Bedarfs auch etliche Medikamente an Bord. „Die letzte Ecke vom Lkw war voll“, berichtete Bremer. Jedes Hilfspaket habe damals mit einer konkreten Adresse versehen werden müssen. „Ansonsten hätten die uns das abgenommen“, erklärte Werner nur eine der Schwierigkeiten, die in dem fremden Land auf die Lindhorster zugekommen waren.

Anhand der Fotos, die Heinz-Joachim Salla zeigte, konnten sich auch diejenigen ein Bild machen, die nicht an der Reise teilgenommen hatten. „Wir haben sehr viel Elend dort gesehen“, sagte Heimatvereins-Vorsitzender Klaus Kutil dazu.

Immer noch gebe es einen lockeren Kontakt zu der Dolmetscherin, die die Reisegruppe seinerzeit begleitete. „Es sieht böse aus“, teilte Werner aus den Gesprächen mit. Und Kutil wusste, dass die Kinder nicht zur Schule gehen und die jungen Männer vom Militär eingezogen werden.

Auch der Heimatverein sehnt sich den Frieden in der Ukraine herbei. Denn die Lindhorster würden Kovel gerne noch einmal einen Besuch abstatten. „Aber zurzeit hat das keinen Zweck“, bedauerte der Vorsitzende. bab



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