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Hobbenser züchtete Erfolgshengst

Erfolg ist nur Nebensache

Hobbensen (mab). Dass Sigurd Hochmuth aus Hobbensen einmal den „Hannoveraner Hengst des Jahres“ heranzüchten würde, hätte der Pferdeliebhaber nie gedacht. 1991 kam der erfolgreiche „Goldfever“ aus Hochmuths Zucht zur Welt, der unter Ludger Beerbaum zu einem der erfolgreichsten Springpferde der Welt geworden ist und sogar olympische Medaillen gewann.

„Goldfever“ ist Sigurd Hochmuths (kleines Bild) ganzer Stolz.  Foto: pr.

„Im Prinzip bin ich aber nur Quereinsteiger im Geschäft“, berichtet der gelernte Kaufmann. Seine Liebe zu Pferden entwickelte sich erst durch seine Kinder. „In den siebziger Jahren bin ich mit meiner Familie in ein ,Kuhkaff‘ gezogen, wo es nur einen Schützenverein und einen Reitverein gab“, so der Rentner. Für Hochmuth sei sofort klar gewesen, in welchen von beiden Vereinen er seine Kinder schickte.

Als deren Reitkünste immer besser wurden, musste schließlich für jedes Kind ein eigenes Pferd her. Als sich eine der beiden Stuten jedoch verletzte, war es für sie vorbei mit dem Reitsport. Das Tier sollte fortan nur noch für die eigene Nachzucht sorgen, um Ausfälle der Kinder auf Turnieren mangels gesunder Pferde vorzubeugen. Die verletzte Stute brachte schließlich „Goldfevers“ Mutter zur Welt.

Als Hochmuths Sohn sich jedoch selbstständig machte und die Tochter zu studieren begann, war es endgültig vorbei mit dem Reitsport – und ein neues Heim für die eigenen Tiere musste gefunden werden. So verschlug es Hochmuth auf seinen Hof nach Hobbensen.

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1991 kam dort „Goldfever“ zur Welt, der jedoch an einen Hengstaufzüchter verkauft wurde. Hochmuth zufolge war „Goldfever“ schon damals optisch überdurchschnittlich gut. Aber mit einer derartigen sportlichen Entwicklung hätte niemand gerechnet.

„An Erfolg durch meine Züchtung habe ich auch nie gedacht. Das Ganze diente nur dem Selbstzweck“, so der Hobbyzüchter. Für jemanden, der nicht aus der Materie kommt, sei das kaum nachvollziehbar. Immerhin sei die Pferdezucht ein sehr kostspieliges und zeitaufwendiges Hobby. Das brauche schon eine Menge Verrücktheit und Leidenschaft.

Profit trage Hochmuth kaum von seinem erfolgreichen Hengst davon. Vom Hannoveraner Verband bekäme er hin und wieder eine Züchterprämie. Dennoch habe er nach „Goldfever“ richtig „Blut geleckt“ und sei begeistert bei der Sache. Heute stehen noch „Goldfevers“ Mutter und seine Schwestern in Hochmuths Stallungen.



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