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Noch keine Entscheidung zwischen Lauenau und Bantorf / Bisher nur zwei Tankstellen im Kreis: Rinteln und Bückeburg

Erdgastankstelle in Planung: Standort an A 2 vorgesehen

Bad Nenndorf (bab). Steigende Spritpreise veranlassen Autofahrer, auf kostensparende Modelle umzusteigen. Dazu gehören beispielsweise die Erdgas-Autos. Doch die Krux bei der Sache: Die Zahl der Tankstellen ist rar gesät. Die "E.on Gas Mobil" aus Essen will jetzt eine neue Tankmöglichkeit an der A 2-Anschlussstelle Lauenau oder Bad Nenndorf schaffen.

Hartmut Hüne setzt auf das Erdgas-Auto. Foto: bab

Hartmut Hüne aus Bad Nenndorf fährt mit Erdgas und schneidet bei den Energiekosten günstiger ab. Da er viel unterwegs ist, spart er mit seinem Volvo "V 70" im Gegensatz zu Benzinern eine ganze Menge. "Ich habe 15 000 Euro Betriebskosten in fünf Jahren gespart", rechnet Hüne vor. 210 000 Kilometer habe er dafür zurückgelegt. Das sparsame Auto hat nur einen Nachteil: Die Reichweite einer Tankfüllung liege bei 200 bis 250 Kilometern. Das heißt, Hüne muss öfter tanken als Fahrer von konventionellen Fahrzeugen. Doch da die Nachfrage nach Erdgas noch nicht allzu groß ist, sind Tankstellen dafür rar. Zum Tanken müssen weite Wege in Kauf genommen oder strategische Routen ausgearbeitet werden. Im Landkreis Schaumburg gibt es zwei Erdgastankstellen in Bückeburg und Rinteln, weitere in Minden, Gehrden, Garbsen, Wunstorf und Hameln liegen in der Umgebung. Demgegenüber gibt es in Schaumburg 96 zugelassene Erdgasfahrzeuge und 85 kombinierte Erdgas-Benzinautos. Flüssiggasfahrzeuge sind 333 angemeldet, kombiniert mit Benzin drei Autos. Das Einrichten einer Flüssiggastankstelle ist aber aus technischen Gründen mit weniger Aufwand und Kosten verbunden als derBau einer Erdgastankstelle. Deshalb lohnt sich der Aufwand für die Einrichtung einer Erdgastankstelle für Energiegesellschaften nur bei entsprechender Frequenz. "Die gesamte technische Einrichtung bezahlen wir", sagt Jens Steuber, Geschäftsfeldentwickler bei "E.on Gas Mobil". Weil die Autobahnen die Hauptverbindungsadern im Verkehrswegenetz darstellen, wolle das Unternehmen dort die Lücken schließen. Für die Ausstattung in der Fläche seien die regionalen Gasversorger zuständig. Steuber bestätigt, dass entweder eine neue Station auf dem Autohof Lauenau oder am Bantorfer Gewerbegebiet eingerichtet werden soll. Hüne würde die Bantorfer Variante bevorzugen. "Auch wenn Lauenau vielleicht eine höhere Frequenz hat, sind es doch meistens Lastwagen, die dort verkehren", meint Hüne. Bantorf hält er für strategisch günstiger gelegen, da es auch für die umliegenden Gemeinden gut zu erreichen sei. Mit beiden Tankstellen laufen Verhandlungen, die bis Ende August abgeschlossen werden sollen. Ende des Jahres soll die Erdgastankstelle in Betrieb gehen.

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