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Erdbeben-Gebiet: Zweiter Hilfstransport aus dem Landkreis auf dem Weg

Auch in Coronazeiten will die Organisation Interhelp die Menschen im Erdbebengebiet in Kroatien unterstützen.

HAMELN-PYRMONT. Josip Posilovic aus Krapina freut sich für seine Leid geplagten Landsleute. Obwohl der Kroate eine Alltagsmaske trägt, ist zu sehen, dass er lächelt. Zufrieden startet der Lkw-Fahrer den Diesel seines mit Spenden aus dem Weserbergland gefüllten 40-Tonnen-Sattelzuges und rollt an der Wehrberger Straße in Hameln vom Hof der Hamelner Spedition Torster, die der heimischen Hilfsorganisation Interhelp in den vergangenen Wochen kostenlos eine Halle zur Annahme und zur Zwischenlagerung von Hilfsgütern zur Verfügung gestellt hatte.

Viele Kroaten waren durch Erdbeben vor ein paar Wochen in Not geraten – sie haben über Nacht alles verloren, was sie besaßen. Schon im Januar hatten die Interhelp-Partnerorganisation „ICH – International Children Help“ aus Schaumburg und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Hilfe einen großen Hilfstransport mit Spenden im Wert von 150 000 Euro auf die Reise nach Novska an der kroatisch-bosnischen Grenze geschickt. In dem 40-Tonner befanden sich unter anderem 1000 Liter Hände- und Flächendesinfektionsmittel, jede Menge medizinische Produkte, Klinik-Ausstattung, zahlreiche Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen und Feuerwehrausrüstung. „Bei unserem zweiten Hilfstransport haben wir uns vor allem auf warme Kleidung für Kinder und Erwachsene, Woll- und Bettdecken konzentriert“, sagt Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann. Aber auch Camping-Ausrüstung wie Kocher und Backöfen, Geschirr und Besteck, Zelte, darunter ein großes Mannschaftszelt, und Rollatoren wurden den Opfern der schweren Erdbeben-Serie von Gebern und Gönnern aus den Kreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg sowie aus Barsinghausen zur Verfügung gestellt. „Wir sind den Spendern sehr dankbar“, sagt Dr. Dieter F. Kindermann, Präsident der Interhelp-Partnerorganisation „ICH“. Am Montag sollte Trucker Josip Posilovic die Stadt Novska erreichen. Der 59 Jahre alte Fernfahrer kennt die 1400 Kilometer lange Strecke gut. Sie führt durch Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien – bis in die kroatisch-bosnische Grenzregion. Die Sammelaktion von Sachspenden für die Erdbeben-Opfer in Kroatien ist indes abgeschlossen, die Hilfe für die Not leidenden Menschen geht weiter. „Wir haben Geldspenden erhalten, mit dem wir nun im Zielgebiet Gutes tun können“, sagt Ulrich Behmann.


Hinweis: Wer Interhelp bei internationalen humanitären Missionen unterstützen möchte, kann Geld auf diese Sonderkonten überweisen. Nähere Informationen online unter www.interhelp.info




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