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Veranstaltungsreihe der Sparkasse Schaumburg beleuchtet auch Aspekt Unternehmensnachfolge

Erbrecht - "Ein Thema, das jeden betrifft"

Stadthagen (jl). Nach Einschätzung von Rechtsanwalt Sven Wilkening ist Vererben und Erben nach wie vor ein Thema, "das viele vor sich herschieben" und bei dem der Kenntnisstand in der Bevölkerung gering sei. Initiator Wilkening hat deshalb zusammen mit der Sparkasse Schaumburg die nunmehr 7. Schaumburger Erbrechtstage vorbereitet. Dazu werden in Stadthagen drei ausgewiesene Experten zu unterschiedlichen Gesichtspunkten Stellung beziehen.

Weil Vererben nicht immer so leicht geht wie in dieser gestellte

Erbrecht "ist ein Thema, das jeden betrifft", hat Wilkening in einem Pressegespräch betont. Da gehe es nicht nur um das Geben und Nehmen zwischen den Generationen. "Es betrifft auch junge Familien, wenn zum Beispiel nach einem tragischen Unglück geklärt werden muss, was mit dem gerade gebauten Haus wird", verdeutlichte der Experte aus Rinteln. Das "Hergeben" und "Loslassen" ist jedenfalls ein heißes Eisen, das bei allen bisherigen Veranstaltungen der Sparkasse und des Deutschen Forums für Erbrecht -vertreten durch Wilkening -für volle Häuser gesorgt hat und es dieses Mal nach Einschätzung von Sparkassenvorstand Hans-Heinrich Hahne vermutlich wieder tun wird. Das Leitthema für die siebte Auflage der Erbrechtstage lautet "Richtig vorsorgen, schenken, vererben". Überlagert wird die dreiteilige Veranstaltungsreihe in Stadthagen durch die in Berlin noch ausstehende Neuregelung des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes sowie der Unternehmensnachfolge. Beiden Gesichtspunkten haben die Veranstalter bei der Themenauswahl Rechnung getragen. Berücksichtigt ist auch die Tatsache, dass nur jeder fünfte Deutsche - und da machen die Schaumburger nach Einschätzung Wilkenings keine Ausnahme -Verfügungen für ihre Nachlässe treffen. Etwa 90 Prozent dieser Verfügungen seien inhaltlich verfehlt, weil sie "selbstgestrickt" seien. Der Grund: Der letzte Wille wird offenbar gern ohne fachmännischen Rat vom Steuerberater oder Anwalt fixiert. Diesen Rat wollen und können die Vorträge der drei Experten nicht ersetzen. Eine Orientierung über etwaige Einbahnstraßen, Fallstricke und andere Unwägbarkeiten beim Erben und Vererben dürften die Zuhörer allerdings bekommen. Die Reihe wird Rechtsanwalt Gerhard Ruby mit Darlegungenüber "Die 15 größten Irrtümer im Erbrecht" am 18. Februar eröffnen. Fachanwalt Michael Messner referiert am 20. Februar über "Vererben und schenken -Ratschläge zur steuerlich optimalen Gestaltung". Zum Abschluss am 25. Februar bezieht Professor Klaus Michael Groll Stellung zum Thema "Tückenund Chancen der Unternehmensnachfolge". Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Stadthäger "Ratskeller". Kostenlose Eintrittskarten gibt es in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Schaumburg.

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