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Info-Veranstaltung bringt nichts Neues / Ortsrat Eimbeckhausen schlägt runden Tisch vor

Enttäuschung bei Sturm-Geschädigten

Eimbeckhausen. Fast auf den Tag genau neun Monate ist es her, dass sich über Eimbeckhausen ein extremer Starkregen ergoss. Obwohl es nur etwa eine Stunde geregnet hatte, waren die entstandenen Schäden enorm. Nach einer ersten Veranstaltung hatte der Ortsrat die betroffenen Bürger nun erneut eingeladen, um zu diskutieren, welche Maßnahmen getroffenen werden können, um die Häuser der Menschen vor den Wassermassen zu schützen.

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Autor:

Friedhelm Lüdersen

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bodtmann begrüßte 40 Geschädigte sowie Josef Strotdrees von der Landwirtschaftskammer Hannover. Außerdem waren Carsten Reiss und Uwe Hünefeld von der Stadtverwaltung vor Ort und auch der Realverband Eimbeckhausen und die Feuerwehr hatten Vertreter entsandt. Nachdem in der ersten Veranstaltung Vorschläge gesammelt worden waren, wie der Ort in Zukunft besser gerüstet sein könne, um solch hohe Schäden zu minimieren, sollte jetzt über den Sachstand informiert werden.

Von der Landwirtschaftskammer kam der Hinweis, dass ein angedachter Grünstreifen an dem betreffenden Ackerland, von dem das Wasser in den Ort floss, bei solchen Massen nichts nützen würde. Hier sollte besser ein Fachmann für Wasserfragen bestellt werden, der berechnen könne, wie viel Wasser ein Graben abführen würde. „Ein Regenrückhaltebecken bei Wiederkehr dieser Wassermassen wird wenig nützen“, betonte Strotdrees.

Uwe Hünefeld, Leiter des Fachbereichs Bauen, erklärte, dass die Verwaltung Kontakt zum Unterhaltungsverband West- und Südaue aufgenommen hat und erst Anfang April eine Bachschau unternommen worden war. „Wir haben alte Landkarten überprüft, ob Gräben oder Rohre eingezeichnet waren, die früher Wasser abgeführt haben, haben aber nichts gefunden“, so Hünefeld. Auf die Frage aus dem Publikum, ob die Stadt die Sickerkästen bei den Straßeneinläufen immer sauber halte, sagte Hünefeld, dass man da dran sei.

„Wir sind am heutigen Abend keinen Schritt weitergekommen“, stellte ein Teilnehmer resigniert fest. „Es sieht so aus, als müssten wir Eimbeckäuser mit der Gefahr eines neuen Hochwassers leben“, sagte ein anderer. Das ließ Ortsbürgermeister Bodtmann und seinen Ortsratsmitgliedern keine Ruhe. Sie griffen eine Anregung aus der Versammlung auf, einen runden Tisch einzuberufen, an dem dann alle Stellen teilnehmen sollen. Auch jene, die gefehlt haben, wie der Unterhaltungsverband West- und Südaue und die Untere Wasserbehörde. „Wir werden bald dazu einladen, denn diese Versammlung war in der Tat unbefriedigend“, so Bodtmann.

Heinrich Söfjer (v.l.), Karl-Heinz Bodtmann und Gisela Hahne vom Ortsrat bereiten den runden Tisch vor. Lüdersen



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