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Gemischter Chor Eilsen glänzt im Kursaal mit ambitionierten Darbietungen / Schütte-Chor besticht mit seiner Souveränität

Entspannendes und Freude bringendes Frühlingskonzert

Bad Eilsen. Der Gemischte Chor Eilsen hat am Sonntag im Kursaal eine große Zuhörergemeinde mit einem entspannenden und Freude bringenden Frühlingskonzert beglückt. Und Freude gab es an diesem Nachmittag gleich im Doppelpack, denn als illustre Gäste begrüßte Vorsitzende Renate Wischnat die Sängerinnen und Sänger vom Schütte-Chor.

Autor:

Dietlind Beinßen

Verantwortlich für die ambitionierten Darbietungen der Kurstädter war Ulrike Köhler. Diese führte ihre gut präparierte, über 40-köpfige Crew ebenso präzise wie energisch durch ein abwechslungsreiches Repertoire. Dass die temperamentvolle Dirigentin die stimmlichen Ressourcen der Vokalistenschar auszuschöpfen versteht, wurde gleich einleitend bei Johann Jeeps "Musica, die ganz liebliche Kunst" und der "Frühlingsluft" von Stefan Bothur durch gut abgestufte Dynamik deutlich. Beschwingt und klar gestaltete die Gemeinschaft zudem Valentin Rathgebers "Meine Stimme klinge", ansprechende Stücke von Johannes Brahms sowie Otto Grolls "Lied der Verbannten", dem Ernst Everding in beredter Artikulation ein Solo hinzufügte. Abgesehen vom "Jäger, der längs dem Weiher ging" suggerierte der zweite Teil nicht mehr ganz so viele Frühlingsgefühle, dafür vernahm man das eher melancholische "Drink to me only with thine eyes" und mit der lebensvoll formulierten "Julischka aus Budapest" Operettenspaß. Die ausgesprochen animierenden Gesten der Leiterin trugen dazu bei, dass auch das spanische "Yo te dare" und "So schön wie heut´" vollmundig über die Bühne kamen. Aber Ulrike Köhler gab noch einen weiteren Fingerzeig: Unbedingten Spaß am Singen! Hinzuzufügen wäre, dass Brigitte Winkels Lesungen aus eigenen Gedichten zwischendurch hübsche Nebenakzente setzten. Ein ebenso buntes wie erlesenes, die Repertoireschwerpunkte des Ensembles trefflich spiegelndes Programmpaket hatte Jürgen Schütte für seine Formation geschnürt: der Jahreszeit Entsprechendes von Heinrich Molk, Fritz Jöde, Giovanni Gastoldi, Friedrich Silcher, Walter Jurmann sowie anderen Tondichtern vor der Pause und immer wieder neu Entdeckenswertes danach. Klaus Oberheide konnte außer einem flotten Tango, bei dem die Bässe viel mitreden durften, das böhmische "Ging auf den Jahrmarkt", das bolivische "Mariposa" (Schmetterling), das brasilianische "Balaio", das andalusische "Boleras Sevillans" und mehr ankündigen. In den letzten Titeln traten - wie bereits seit Jahren - Elisabeth Reineke und Ute Rohrbach stimmlich sehr angenehm hervor. Wie stets bestach der Schütte-Chor durch sängerische Souveränität und die Konzentration auf das musikalisch Wesentliche. Man fragte sich, was man eigentlich mehr bewundern sollte: den hellen, zu Lebendigkeit und Transparenz getriebenen Klang? Die Gewissenhaftigkeit, mit der die Truppe den Sinngehalt der Texte offenlegt? Vermutlich liegt es an beidem, dass der Schütte-Chor immer wieder in Bann zieht. Mit dem gemeinsam gesungenen "Kein schöner Land in dieser Zeit" verabschiedeten sich beide Chöre von einem zufriedenen Publikum.




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