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Samtgemeinde strebt Sparkonzept an

Energieschluckern geht es jetzt an den Kragen

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Politik und Verwaltung der Samtgemeinde Nienstädt meinen es ernst mit dem Energiesparen. Jetzt soll die Effizienz der eigenen Gebäude hinsichtlich Heiz-, Strom- und Wasserkosten ermittelt werden. Damit ist ein Schritt auf dem Weg hin zu einem Sparkonzept gemacht worden.

Der Wunsch, ein groß angelegtes Energiesparkonzept auf die Beine zu stellen, ist in diesem Jahr im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss konkretisiert worden. Zur Sitzung am Mittwochabend war deshalb Helmut Feldkötter, Bereichsleiter Markt, Wasserwirtschaft, Dienstleistungen der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, zu einem Vortrag eingeladen worden. Feldkötter berichtete darüber, wie sein Unternehmen ein Sparkonzept für die Stadt Bückeburg erstellt hat. Analog dazu könnten die Stadtwerke auch für die Samtgemeinde Nienstädt vorgehen, sagte er. "Einen Haufen Arbeit" bedeutet Feldkötter zufolge das Erstellen eines solchen Programms. Es sei in mehreren Schritten vorzugehen. Zunächst - und das ist der Teil, den die Samtgemeinde nun in Angriff nehmen will - müsse der Jahresverbrauch für jedes kommunale Gebäude erfasst werden. Daraus lasse sich ein Zielwert errechnen, der den Energieverbrauch beschreibt, der mit finanzierbaren Sanierungsmaßnahmen zu erreichen ist. Dieser Wert liegt in etwa in der Mitte zwischen dem Optimal- und dem Ist-Verbrauch. Anhand der Zahlen ist das Einsparpotenzial eruierbar. Dieses wiederum führt zu einer Prioritätenliste der übelsten "Energieschlucker". In den weiteren Schritten würden sich Stadtwerke-Mitarbeiter diese Gebäude genauer anschauen und anschließend mögliche Maßnahmen wie bessere Dämmung, neue Fenster, neue Heizung und ähnliches auf den jeweils zu erwartenden Spareffekt hin durchrechnen. Am Beispiel der Grundschule Meinsen skizzierte Feldkötter ein Einsparpotenzial von 18 Prozent an Heizkosten, wenn die 20 Jahre alte Heizung gegen eine modernere ausgetauscht würde. 20 Jahre entsprächen ohnehin der etwaigen Laufzeit. Nach zehn Jahren - den aktuellen Gaspreis zugrunde gelegt - hätte sich die Investition amortisiert. Nach 20 Jahren, also am Ende der Lebensdauer der angeschafften Heizung, wären unterm Strich 33 000 Euro eingespart worden. Ebenfalls sinnvoll wäre dort eine bessere Außendämmung. Das Auswechseln von Fenstern sei zwar energetisch betrachtet grundsätzlich ratsam, aber solle erst dann geschehen, wenn die Scheiben ohnehin raus müssten. Denn viel Heizkosten ließen sich dadurch nicht sparen. Die Ausschussmitglieder nahmen den Vortrag wohlwollend zur Kenntnis. Weil E.on Westfalen-Weser ebenfalls als möglicher Partner beim Erarbeiten eines Sparkonzepts infrage kommt, soll zunächst in Eigenregie eine Liste mit den Verbräuchen aller kommunalen Gebäude erstellt werden. Darauf einigten sich die Politiker einmütig. Mit welchem Unternehmen letztlich zusammengearbeitet wird, bleibt bis auf weiteres offen.




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