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Wiedensahler Unternehmen erhofft sich Baugenehmigung für Feststoff-Fermentationsanlage

Energiegemeinschaft baut aufs nächste Jahr

Wiedensahl. Die Energiegemeinschaft Wiedensahl GmbH & Co. KG, gegründet Ende des Jahres 2012, geht weiter ihren Weg. Das junge Unternehmen hat vor, eine sogenannte Feststoff-Fermentationsanlage in Wiedensahl zu errichten, die im Wesentlichen Energie aus der Verarbeitung von Grünlandschnitt und Ähnlichem gewinnt.

Autor:

Kathrin Klette

Ganz zu Anfang hatten die Gesellschafter noch gehofft, mit der Anlage bereits Ende dieses Jahres ans Netz gehen zu können. Die Planungen hätten dann aber doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich gedacht. „Aber wir sind weiter dran“, bestätigt Rita Höfler von der Energiegemeinschaft. Derzeit würden die nötigen Unterlagen für eine Baugenehmigung erstellt. „Wir rechnen mit der Einreichung der Unterlagen im November.“ Die Baugenehmigung selbst würden sie dann „hoffentlich im Frühjahr 2014“ erhalten, wenn alles nach Plan verläuft.

Angestrebt ist der Bau einer 75-Kilowatt-Anlage. Die notwendige Biomasse dafür, erklärt Christian Deterding von der Energiegemeinschaft, komme aus „Grünlandschnitt, aus der Landschaftspflege, aus der Verwertung von Stroh und Mist, dem Wildpflanzenanbau und aus dem Zwischenfruchtanbau“. Welche speziellen Auflagen im Zuge der Baugenehmigung folgen, müsse noch abgewartet werden, so Höfler. Auch wie die erzeugte Wärme der Anlage am Ende genutzt werde, sei noch nicht gänzlich festgelegt. Die Wärmversorgung einzelner Haushalte werde bei solch einer kleinen Anlage jedenfalls relativ teuer, „aus diesem Grunde haben wir uns für eine Alternative entschieden“, auch diese ist allerdings klar von der Baugenehmigung abhängig. Gleichzeitig ist die Wiedensahler Energiegemeinschaft GmbH auch weiterhin auf der Suche nach Investoren.

Das Interesse der Bürger an der Energiegemeinschaft und deren Vorhaben sei nach wie vor deutlich zu spüren, erzählt Höfler, oft würden sie auf ihre Arbeit hin angesprochen. Konkretes könnten sie aber auch da erst im Zuge der Baugenehmigung weitergeben. Sicher ist auf jeden Fall: Das gesteckte Ziel des Unternehmens ist zunächst die Inbetriebnahme der Feststoff-Fermentationsanlage noch im Jahr 2014. Die geplante Anlage soll sich voraussichtlich im Westen Wiedensahls befinden, der genaue Standort ist offiziell aber noch nicht bekannt.

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