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Endlich schnelleres Web auch für Böbber?

Bad Münder. Internetnutzer in den münderschen Ortsteilen kennen das. Statt des von den Anbietern werbeträchtig angepriesenen „Highspeed-Surfens“ entpuppt sich der Internetzugang vor Ort oft nur als lahme Ente. Im Gegensatz zur Kernstadt leiden vor allem die Ortsteile Egestorf und Böbber unter einem quälend langsamen Weg ins World Wide Web. Der Landkreis möchte helfen.

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„Für Egestorf ist bereits ein Förderantrag gestellt“, erklärt die Münderaner Wirtschaftsförderin Anika John. Sie weiß, dass der Ausbau von Hochleistungsnetzen einer der wichtigsten Standortfaktoren für Wirtschaft und Bevölkerung ist.

Mit der Erfassung des Ist-Zustandes von Breitbandversorgung und Netzqualität und der Erarbeitung von Lösungsansätzen für eine leistungsfähigere Breitbandversorgung hat der Landkreis jetzt die im thüringischen Zeulenroda ansässige Firma IBZ Neubauer GmbH beauftragt. In den kommenden sechs Monaten werden sich Firmenchef Holger Neubauer und sein Team in Zusammenarbeit mit dem Breitbandkompetenzzentrum landkreisweit eine Übersicht über die vorhandenen Netze verschaffen. Die Breitband-Inventur soll vor allem für die „weißen Flecken“ bessere Planungsgrundlagen für den Ausbau der Breitbandversorgung liefern.

Auch Böbber wird im Rahmen der 130 000 Euro teuren, zur Hälfte aus EU-Töpfen kofinanzierten Untersuchung unter die Lupe genommen werden. „Wir freuen uns, dass im Rahmen der Strukturanalyse auch die Münderaner Ortsteile noch einmal hinsichtlich ihres Bedarfs untersucht und Versorgungslücken aufgedeckt werden“, so John. Der kommunale Eigenanteil für die Erschließung des Ortsteils Böbber kann – im Gegensatz zu Egestorf – aufgrund der hohen Wirtschaftlichkeitslücke für den oberirdischen Breitbandausbau seitens der Stadt derzeit nicht aufgebracht werden.

„Die Bürgerinnen und Bürger kriegen von der Untersuchung erst einmal nichts mit“, erklärt Landrat Tjark Bartel bei der Unterzeichnung des Vertrags mit der Fachfirma. Erst in einer weiteren Phase sollen die Wünsche der Einwohner per Fragebogen und in öffentlichen Informationsveranstaltungen abgefragt werden. Ziel sei es, so Holger Neubauer, alle Bereiche zu durchforsten und „auch den abgelegensten Wirtschaftshof mit wenigstens 25 MBit zu versorgen.“ Was das den Bürger kosten wird, darüber herrscht bei den Verantwortlichen allerdings noch Unklarheit.hzs



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