weather-image

Endergebnis der Wahl: 100 Stimmen mehr für Helmuth Mönkeberg

270_0900_13726_lkbm_109_1609_Gemeindewahlausschuss_Colla.jpg

Autor:

VON JENS RATHMANN

Niederschriften und Zähllisten. Stimmzettel, bei denen sich Fragen ergeben haben.Diejenigen, die in einer hitzig-heißen Zählnacht von Wahlvorständen aussortiert und der Gemeindewahlleitung zur Entscheidung vorgelegt wurden. Die Entscheidung der Gemeindewahlleitung wird wiederum vom Ausschuss hinterfragt, das erfordert Gründlichkeit, ein wenig Leidensfähigkeit, Disziplin und – Zeit. Und so dauert die Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses der Kommunalwahl in Bad Münder eben, so lange sie dauert – zwei Stunden und 15 Minuten sind es am Mittwochabend.

Am Ende gibt es trotz intensiver Suche und Nachfrage keinen Grund für den Ausschuss das, was Gemeindewahlleiter Marcus Westphal mit seinem Stellvertreter Heiko Knigge und Tobias Pischel zu Beginn der Sitzung vorgestellt hat, anders zu bewerten.

Die auffälligste Änderung gegenüber dem am Wahlabend vorgestellten vorläufigen Ergebnis: Helmuth Mönkeberg von proBürger kann sich über 100 Stimmen mehr bei der Wahl zum Ortsrat freuen. Veränderungen in der Sitzverteilung ergeben sich dadurch nicht, Mönkeberg zieht ohnehin in das Gremium ein. Und Westphal ist auch nicht sonderlich beunruhigt über den „Lese- oder Hörfehler“ im Briefwahlvorstand, da sich für ihn der offensichtliche Fehler schnell erklären lässt: Beim Übertragen der Ergebnisse der Zähllisten wird vorgelesen, ein anderes Mitglied schreibt. „17“ wurde vorgelesen oder verstanden, „117“ waren zuvor gezählt worden. Der Fehler sei ärgerlich, aber auch nicht mehr. „Es ist unsere Aufgabe im Gemeindewahlvorstand, so etwas festzustellen. Und wir haben es festgestellt, dafür sind wir ja da“, erklärt Westphal.

Entscheiden musste er auch über Stimmzettel, die als ungültig markiert worden waren, es tatsächlich aber nicht waren. Häufigster Fall: Wähler hatten sowohl drei Kreuze bei einer Listenwahl als auch bei einem Bewerber der Liste gemacht. Unter bestimmten Umständen sind diese Stimmzettel gültig, das Ergebnis wird für den Bewerber gezählt.

Festgestellt wurden auch die gewählten Ersatzpersonen, in drei Fällen musste Westphal das Los über Nachrücker entscheiden lassen, weil Bewerber identische Stimmanteile auf sich vereinigten.

Vorgeschrieben, aber wenig unterhaltsam – immerhin drei Zuschauer hatten sich zur Sitzung des Gemeindewahlausschusses im Steinhof eingefunden – war die Verlesung der kompletten Wahlergebnisse der Stadtrats- und Ortsratswahl. Am Ende des Abends zog der Gemeindewahlleiter aber ein sehr positives Fazit: Mehr als 200 ehrenamtliche Helfer hätten sehr gute Arbeit abgeliefert, dafür danke er.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt