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Ende Mai soll Finanzierung stehen

Stadthagen (ssr). Ende Mai soll die Finanzierung für das in Vehlen geplante Gesamtklinikum Schaumburger Land stehen. Wie Claus Eppmann, Sprecher der Krankenhausprojektgesellschaft, gestern vor Journalisten sagte, dürfte dann eine Entscheidung über die Fördermittel des Landes seitens des niedersächsischen Sozialministeriums vorliegen. Der daraus abzuleitende endgültige Bescheid durch das Landeskabinett sei vor der Sommerpause zu erwarten.

Die Investitionssumme bezifferte Eppmann auf 135 Millionen Euro. Er zeigte sich – vor dem aktuellen Hintergrund der Kostenexplosion beim Neubau des Klinikums Minden – sicher, dass dieser Kostenrahmen gehalten werden kann. Darauf werde große Sorgfalt gelegt. So würden die Gewerke extrem früh ausgeschrieben, um spätere Kostensteigerungen zu vermeiden. Die Trägergesellschaft „proDiako“ werde 35 Millionen Euro investieren. Höher dürfe der Betrag auf keinen Fall sein, „weil dies für das Klinikum wegen zu hoher finanzieller Belastung betriebswirtschaftlich nicht zu vertreten wäre“.

Von Landesseite war bisher von einem Förderbetrag von mindestens 80 Millionen Euro die Rede gewesen. Eppmann zeigte sich zuversichtlich, „dass Land und ,proDiako‘ die Finanzierungssumme ordentlich hinbekommen“. Dahin sei man „auf gutem Wege“.

Parallel zu den Bemühungen um die Finanzierung laufen derzeit die Bauleitverfahren in den beteiligten Gemeinden. Auf die Frage, ob dabei für den Projektträger gravierende Probleme zu erwarten seien, antwortete Eppmann: „Wir haben am Standort Vehlen alle relevanten Aspekte akribisch untersucht.“ Seiner Überzeugung nach habe der Projektträger hinsichtlich eventueller Einwände, Widersprüche oder gar Klagen „ein Höchstmaß an Sicherheit“. Nicht zuletzt deswegen seien 4,4 Millionen Euro in die Planungen investiert worden.

Landrat Jörg Farr betonte, es gebe „eine sehr plausible Herleitung für die Auswahl dieses Standorts“. Er sehe „die sehr große Mehrheit, die das im Kreistag beschlossen hat, nicht wackeln“. Die „kritischen Anfragen einer kleinen Fraktion können in der Sache im Rahmen des Bauleitverfahrens angemessen abgearbeitet werden“, fügte der Landrat mit Blick auf öffentliche Äußerungen aus den Reihen der Grünen hinzu.

In Gang gekommen ist nach den Worten Eppmanns auch die Vorbereitung des künftig im Gesamtklinikum arbeitenden Personals. Allein im laufenden Jahr werde es 250 Termine dafür geben.

Letztlich müssten sämtliche Abläufe und große Teile der Organisation auf neue Beine gestellt werden, sagte der Projekt-Chef. Das betreffe eine große Zahl von Themen, beispielsweise die Organisation von OP-Räumen und -abläufen, das Konzept für Hygiene, Mechanismen für die Aufnahme und Entlassung und ein völlig neues EDV-System. Dass die künftigen Mitarbeiter dieses neben ihrer normalen täglichen Leistung absolvieren, sei „sehr anerkennenswert“, stellte Eppmann heraus.




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