weather-image
27°

„Ende der Fahnenstange erreicht“

Bad Münder. Die Stadtverwaltung hat für das kommende Jahr gleich zwei Stellen zur Neubesetzung ausgeschrieben – eine Vollzeitstelle im Bereich Stadtentwicklung und Bauleitplanung sowie eine Teilzeitstelle im städtischen Hochbau. Dass beide Posten wiederbesetzt werden, ist angesichts der durch den Zukunftsvertrag in allen Bereichen auferlegten Sparzwänge, keine Selbstverständlichkeit. Personalchef Heiko Knigge macht jedoch deutlich, dass bei der momentanen Anzahl der Mitarbeiter – rund 150, die sich auf etwa 100 Stellen verteilen – „das Ende der Fahnenstange“ erreicht ist.

270_008_6720549_lkbm101_0402_rathaus27.jpg

Im Bereich der Personalkosten sei viel konsolidiert worden, erklärt Knigge. Mit dem Zukunftsvertrag sei dann gefordert worden, Planungen bis 2020 zu treffen, die Prognosen über Einnahmen und Ausgaben der Stadt einschlossen. In diesem Zusammenhang sei auch ein Personalentwicklungsplan aufgestellt worden, „über den ich sehr froh bin, weil er uns Planungssicherheit gibt“, so Knigge. Dieser Plan listet alle Stellen auf – und sieht vor, welche Posten wieder zu besetzen sind und welche nicht.

Für die Halbtagsstelle mit 19,5 Wochenstunden beim Hochbau, die zurzeit von Frauke von Oheimb besetzt ist, wird ein Architekt oder Diplom-Bauingenieur für die Planung und Durchführung von städtischen Baumaßnahmen gesucht. „Wir hoffen, dass wir den Posten möglichst schnell besetzen können, übergangslos wird uns das wahrscheinlich jedoch nicht gelingen“, sagt Knigge im Hinblick auf den 1. Januar.

Harald Meyer-Achilles vom Fachdienst Stadtentwicklung verlässt die Verwaltung im Oktober und geht in die Freizeitphase der Altersteilzeit.

Bis zum Ende des Zukunftsvertrages ist noch eine Stelle vorgesehen, die konsolidiert werden soll. Diese soll aus zwei Bereichen bestehen – dem Servicebüro sowie der Gleichstellungsbeauftragten. Bei den Fraktionen herrscht Einigkeit, dass danach Schluss sein muss mit dem Stellenabbau.

„Die Verwaltung darf sich nicht kaputtsparen“, meint auch Karl-Wilhelm Baule (SPD), der selbst jahrelang als Rechnungsprüfer in Barsinghausen gearbeitet hat. Im Hinblick auf den demografischen Wandel müsse sich die Verwaltung früh genug um jungen und qualifizierten Nachwuchs bemühen, „damit wir die Mitarbeiterstärke halten können“.

Auch die CDU ist mit den getroffenen Personalentscheidungen einverstanden, erklärt Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Siegmund, „schließlich müssen die Aufgaben zur Zufriedenheit der Bürger bewältigt werden können“.

Hubertus Wöllenstein (proBürger) mahnt davor, die Grenze von 100 Stellen zu unterschreiten. „Wir sollten uns über eine so schlagkräftige Verwaltung, wie wir sie im Moment haben, freuen.“col

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare