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Eltern wünschen sich aktivere Kitas

Bad Münder. Wie zufrieden sind die Eltern mit den Kitas in der Stadt? Welche Wünsche haben sie? Wo sehen sie Verbesserungsmöglichkeiten? Antworten auf diese Fragen erhoffte sich der Stadtelternrat für Kitas durch die im Januar von der Initiative gestartete Umfrage zu erhalten. Auch die Verwaltung, mit der sich die Verantwortlichen im Vorfeld abgestimmt haben, ist sehr an den Ergebnissen interessiert. Diese liegen nun vor.

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„Wir freuen uns über die hohe Beteiligung der Eltern“, sagt Vorsitzende Katharina Werner auch im Hinblick auf den hohen organisatorischen Aufwand bei dreizehn Kindertagesstätten in Bad Münder. Als Gesamtergebnis lasse sich eine hohe Zufriedenheit mit den Kitas vor Ort feststellen.

Allerdings habe die Befragung gezeigt – und das gelte für die meisten Einrichtungen –, dass viele Eltern sich wünschen würden, mehr regelmäßige Informationen über die pädagogische praktische Arbeit in der Kita zu erhalten. Häufig werden für die Dokumentation der pädagogischen Arbeit bei Eltern und Kindern beliebte digitale Bilderrahmen mit durchlaufenden Fotos eingesetzt, der einen schnellen Eindruck vermittelt. „Aus unserer Sicht sind ergänzende oder weiterführende Erläuterungen erstrebenswert, um eine durchgängige und nachvollziehbare Transparenz zu gewährleisten. Daneben sehen wir das beständige ,Informiertsein‘ als Grundvoraussetzung für eine gelingende Erziehungspartnerschaft,“ erklärt Jenny Buchberger, Elternvertreterin der Kita Beber.

Von den Befragten sei zudem häufig genannt worden, dass mehr Ausflüge, Exkursionen, Besuche vor Ort – bei Landwirten, in Märkten oder auch bei interessanten Berufsgruppen – oder auch Spaziergänge außerhalb der Kita stattfinden sollten. „Wir vermuten in diesem Bereich die Grenzen personeller Möglichkeiten in Kitas und möchten dazu ermuntern, die Ausflüge nicht zu reduzieren, sondern sich von Eltern, weiteren Praktikanten oder auch Freiwilligen, ausschließlich als weitere Aufsichtspersonen, begleiten zu lassen,“ schlägt Christine Vesche, Elternvertreterin des Kindergartens Regenbogen aus Nienstedt, vor.

Einig seien sich fast alle Eltern, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen, über die Bedeutung, die die Kita in der Vorbereitung auf die Grundschule spielt. Dafür spreche der Wunsch auf mehr gezielte, pädagogisch angeleitete Angebote.

Die ausgewerteten Daten zu dem Bereich „Organisatorisches in den Kitas“ hat der Stadtelternrat an den zuständigen Fachbereich der Stadt weitergegeben. „Aufgrund der vorliegenden Zahlen wünschen wir uns in diesem Bereich eine konstruktive Zusammenarbeit und werden uns für konkrete Umsetzungsvorschläge, etwa für eine trägerübergreifende Notgruppenbetreuung während der Kita-Schließzeiten und Brückentage mit gemischtem Personal aus zwei oder drei regional zusammenliegenden Einrichtungen einsetzen“, erklärt Vorsitzende Werner.

„Über diese Idee kann man sicherlich sprechen“, sagt Elisabeth Borcherding von der Verwaltung. Mit den Einrichtungsleitern habe man das Thema bereits diskutiert. „Knackpunkte dabei sind weniger die Abrechnung noch die Zusammenarbeit zwischen den Trägern, sondern die Betriebserlaubnisse und der Unfallversicherungsschutz.“ Nach der Auswertung wolle man sich mit dem Stadtelternrat zusammensetzen.col



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