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Einweihung der neuen Kita-Räume in Hachmühlen

HACHMÜHLEN. „Die Bedürfnisse von Familien haben sich verändert und dem tragen wir Rechnung“, sagte Kämmerer Marcus Westphal bei der offiziellen Einweihung der neuen Räume in der Kita Hachmühlen.

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Autor:

Mira Colic

Dort ist nach einer knapp sechswöchigen Umbauphase Platz entstanden für eine dritte altersübergreifende Gruppe. Bereits Anfang April konnten Kinder und Erzieher die beiden Räume der ehemaligen Grundschule in Beschlag nehmen, jetzt durften auch Politik und Verwaltung das Ergebnis in Augenschein nehmen.

Die dritte Gruppe bietet als altersübergreifende Gruppe fünf Plätze für Kinder unter drei Jahren und 15 Regelplätze. „Das Angebot ist ständig zu hinterfragen“, macht Westphal deutlich, „auch vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen von Asylsuchenden in den vergangenen Monaten.“ Dies habe natürlich auch Auswirkungen auf den Platzbedarf in Kitas und sei in die Entscheidungsprozesse zu einer möglichen Erweiterung eingeflossen. „Den Kita-Besuch zu ermöglichen ist ein wichtiger Faktor für die Integration und Chancengleichheit.“ Vor diesem Hintergrund habe der Rat im Dezember die Entscheidung getroffen, das Platzangebot in Hachmühlen zu erweitern, „zumal im Ort mehrere Flüchtlingsfamilien aufgenommen worden sind“.

Zur Realisierung waren 120 Quadratmeter aus dem Altbautrakt der Grundschule notwendig, die als Puffergebäude für eine kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung steht. Aus der ehemaligen Schulküche entstand der Sanitärbereich, es gibt einen großen Gruppenraum mit Ruhezone, einen Mehrzweck- und Bewegungsraum, eine Garderobe sowie einen separaten Arbeitsraum für die Mitarbeiter.

Mitte Februar haben die Arbeiten begonnen – im laufenden Kita-Betrieb. „Manchmal haben wir es verflucht“, gibt Kita-Leiterin Carmen Gowitzke-Herfeld lachend zu. Lärm und Dreck seien anstrengend gewesen, zumal die Arbeiten für die Kinder sehr faszinierend gewesen seien, „da mussten wir schon sehr aufpassen, dass sie nicht selbst zum Werkzeug greifen“. Nun seien aber alle mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.

Auch Ortsbürgermeister Hartwig Möller betonte, wie wichtig jetzt dieser Schritt vor dem Hintergrund der Grundschul-Schließung für Hachmühlen sei, „zumal vor zwei Jahren nicht mal sicher war, was aus der Kita wird. Unser Dorf wächst, neue junge Familien gehören jetzt zu uns und ein Kindergarten ist Teil einer attraktiven Infrastruktur“. Zumal das Team der Kita den Ort auch mit seiner Beteiligung bei allen Veranstaltungen unterstütze.

85 600 Euro hatte die Stadt für die komplette Maßnahme eingeplant: 63 000 für die Bauarbeiten, 3600 für den Außenbereich und 20 000 Euro für die Ausstattung. Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 39 000 Euro, neben Zuwendungen der Landesschulbehörde (25 000 Euro) beteiligte sich auch der Landkreis mit 21 600 Euro. „Wir liegen bei dieser Maßnahme nicht nur in der Zeit, sondern auch im Budget“, so Westphal. Andreas Koop, Leiter des Jugendamts, hatte den Zuwendungsbescheid gleich für die Abrechnung mitgebracht. „Kinder sind, egal wo sie geboren sind, unsere Zukunft.“ Und gerade für kleine Orte seien sie eine wichtige Grundlage. In Bad Münder werde bewiesen, dass dieser Satz kein hohler Spruch ist, sondern mit Leben gefüllt wird.

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