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Stadt legt Konsolidierungskonzept für das Rohmelfreibad vor / Saisonöffnung soll verkürzt werden

Eintrittpreise sollen bis zu 25 Prozent steigen

Bad Münder (mf). Im Zuge der Haushaltskonsolidierung will die Stadt auch beim Rohmelbad den Rotstift ansetzen. Bitter für alle Wasserratten: Die Eintrittspreise sollen steigen – bei gleichzeitig eingeschränkten Öffnungszeiten.

Derzeit wird im Rohmelbad noch kräftig saniert. Der Saisonstart

Besucher müssen sich auf teilweise deutlich steigende Gebühren einrichten. Für eine Einzelkarte müssen Erwachsene demnach künftig 2,80 Euro statt bislang 2,50 Euro auf den Kassentresen legen – ein Plus von 12 Prozent. Mit einer Steigerung von 25 Prozent (Erwachsene) fällt die Teuerung bei den Saisonkarten besonders heftig aus. Wo bislang 80 Euro fällig wurden, wären es dann 100 Euro. Auch die Preise für Familiensaisonkarten sollen durchgehend um 20 Euro steigen. Eine fünfköpfige Familie kostet der mehrmonatige Badespaß damit in Zukunft 170 Euro.

Bei Kindern und Jugendlichen verfährt die Stadt „aus sozialen Erwägungen“ moderater: Die Preise für Fünfer- (5 Euro) und Saisonkarten (40 Euro) sollen unverändert bleiben. Für die Einzelkarte werden Minderjährigen nur zehn Cent mehr abverlangt – 1,30 statt 1,20 Euro.

Während die Erhöhung der Einzel-Eintrittspreise schon mit dem – sanierungsbedingt verspäteten – Saisonstart 2010 (angepeilt wird derzeit noch der 18. Juni) in Kraft treten soll, sollen die neuen Gebühren für die Dauerkarten erst ab dem kommenden Jahr gelten.

In ihrer Begründung verweist die Stadtverwaltung darauf, dass der Landkreis als Aufsichtsbehörde schon im vergangenen Jahr gefordert habe, den Kostendeckungsgrad im Bereich Bäder zu steigern. Zudem lägen die letzten Preisanhebungen bereits drei Jahre zurück, die Einzelkartenpreise seien sogar seit 2004 nicht mehr erhöht worden.

Was viele Wasserratten angesichts der geplanten Preiserhöhungen besonders wurmen dürfte: Die Stadt will gleichzeitig die Nutzungszeiten einschränken, um die Betriebskosten zu senken. Wenn die Einrichtung im Frühjahr später öffne und im Herbst früher schließe, müsse weniger Energie zum Aufheizen des Beckenwassers investiert werden, so die Überlegung. Über Saisonstart und -ende soll dabei je nach Wetterlage und aktuellem Defizit flexibel entschieden werden.

Einsparungen plant die Verwaltung auch bei den Personalkosten: Angesichts verkürzter Öffnungszeiten werde die dritte (Saison-) Schwimmmeisterstelle etwa vier Wochen weniger besetzt. Nachdem schon in den vergangenen Jahren regelmäßig ein Schwimmmeister gegen Kostenerstattung an ein Hallenbad außerhalb „ausgeliehen“ worden ist, soll diese Form von Fremdbeschäftigung künftig noch ausgedehnt werden. Gedacht wird auch daran, das Personal an anderen Stellen der eigenen Verwaltung einzusetzen, wenn im Rohmelbad gerade kein ausreichender Bedarf besteht.

Und schließlich schlägt die Stadt vor, bei der Grünanlagenpflege zu kürzen. Der Rasen rund um die Becken soll nicht mehr in festen Intervallen gemäht werden, sondern nur noch auf Anforderung des leitenden Schwimmmeisters.

Unterm Strich sollen so jährlich zusätzlich rund 30 000 Euro eingespart werden. Der Finanzausschuss wird in seiner Sitzung am 18. Mai über das vorgelegte Konzept beraten.



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