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Reaktionen auf Ernst-August-Galerie

Einkaufsgigant eröffnet: "Dürfen nicht schlafen"

Stadthagen (jl). Die am Mittwoch eröffnete Rieseneinkaufsgalerie neben dem hannoverschen Hauptbahnhof wird auch Auswirkungen auf das Stadthäger Geschäftsleben haben -zumindest in der Startphase. Dessen sind sich führende Vertreter der Kaufmannschaft und der Bürgermeister bewusst. Alle meinen aber auch, dass die Einkaufsqualität in der Kreisstadt auf längere Sicht die bessere sein wird.

SMS-Vorsitzender Holger Schulz kann sich lebhaft vorstellen, dass der hannoversche Einkaufsgigant vor allem in der Anfangsphase auch Leute anzieht, die sonst in Stadthagen einkaufen. Nach Schulz Einschätzung dürfte das Einkaufen in der großen Galerie allerdings keinen Spaß machen, "weil zu viel los ist". Der SMS-Vorsitzende sieht in der neuen Adresse in der Landeshauptstadt vor allen eins: eine Herausforderung für die Stadthäger Kaufmannschaft. "Wir dürfen nicht schlafen. Wir müssen weiter aktiv nach vor gehen und sind aber nach wie vor gut aufgestellt", unterstrich Schulz. An dieser Stelle setzt Bürgermeister Bernd Hellmann an: Notwendig sind nach seiner Meinung "weitere Verbesserungen in Teilbereichen", um noch mehr Aufenthaltsqualität für Stadthagen zu erreichen. Hellmann hat dabei unter anderem den Wochenmarkt im Blick, den es noch zu verbessern gelte. Weiter will sich die Stadt - vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien -mehr als bisher um die Fassadenverschönerung kümmern. Was Stadthagen laut Stadtoberhaupt besonders von einem Einkaufszentrum unterscheide, "sei die Einzigartigkeit der Innenstadt". Diese noch zu verfeinern, dazu gehöre übrigens auch das Konzept für die Zehntscheune", unterstrich Hellmann. Fritz Drabert, einer der beiden Chefs des Modehauses Hagemeyer, betrachtete die "Galerie" neben dem hannoverschen Hauptbahnhof wie auch deren kleinere Schwester in Hameln abgeklärt: "Wenn sich der Staub (der Eröffnungsphase) gelegt hat, wird sich Qualität durchsetzen." Der deutliche Unterschied seines Hauses und anderer mittelständischer Geschäfte zu den Centern seien "Kompetenz und Service". Fläche allein reiche nicht. Und Hagemeyer habe seit der Umstrukturierung seiner Häuser in Minden und Stadthagen eine Qualität anzubieten, die es in Einkaufszentren, die überwiegend von Filialisten bestückt seien, so nicht gebe. "Wir sind gut beraten, wenn wir unsere Kräfte bündeln und unsere Stärke herausstellen -den Service", ist für Günter Kreft, den Seniorchef des gleichnamigen Schuh- und Sporthauses, die einzig richtige Antwort auf das hannoversche ECE-Center. Kreft befürchtet durchaus, dass die neue Adresse zumindest zunächst Kaufkraft von flachen Land abzieht. Das Umland müsse deshalb auch seine Werbeanstrengungen forcieren.




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