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Anbindung an Stadtveranstaltungen / Nicht nur Bückeburg, auch Rinteln ist "Ausflugsort"

Einkaufsangebot an Sonntagen ausweiten

Rinteln (clb). In der vergangenen Woche ist die Stadt Bückeburg von der Landesregierung offiziell als "erster Ausflugsort im Land Niedersachsen" ausgezeichnet worden und profitiert somit von der Ausnahmeregelung, etliche Geschäfte rund um die Fußgängerzone fast jeden Sonntag ohne weitere Genehmigung öffnen zu dürfen (wir berichteten).

Der Aussage "einziger Ausflugsort" widerspricht die Stadt Rinteln, die bereits seit 1983 den gleichen Titel trägt und deren Einzelhändler ebenfalls berechtigt sind, ihre Geschäfte an Sonntagen zu öffnen. Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, haben Jörg Schröder als Erster Stadtrat sowie Stadtmanagerin Annette Achilles gestern zum Pressegespräch geladen. Seit März 2007 wird die Öffnung der Geschäfte durch das Niedersächsische Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten geregelt, welches besagt, dass zwischen dem 15. Dezember und 31. Oktober (mit Ausnahme von Karfreitag und dem ersten Weihnachtsfeiertag) alle als "Ausflugsort" anerkannten Städte acht Stunden täglich "Waren des täglichen Kleinbedarfs" verkaufen dürfen - auch außerhalb der vier ohnehin schon verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr. Zu den sogenannten "Waren des täglichen Klein- bedarfs", erklärt Schröder, gehören zum Beispiel Bekleidungs- und Schmuckartikel, Souvenirs, Spielwaren, Lebensmittel (in begrenztem Umfang), Hygieneartikel, Zeitungen und Tabakwaren. Seit Anfang des Jahres habe sich auch "Pro Rinteln"über dieses Thema Gedanken gemacht und daraufhin im April alle Innenstadt-Einzelhändler zu einer Sitzung eingeladen, erläutert Annette Achilles. Einstimmiger Tenor nach dieser Zusammenkunft: Das Angebot der verkaufsoffenen Sonntage soll ausgedehnt werden, jedoch nicht auf jedes Wochenende. Eher sollten die Shoppingsonntage an Veranstaltungen gekoppelt werden, also als "freie Einkaufssonn- tage" gelten, an denen die Geschäftsinhaber selbst entscheiden können, ob sie öffnen oder nicht. Im Jahr 2008 sind insgesamt an neun Sonntagen die Geschäfte geöffnet, vier davon gelten nach wie vor als "verkaufsoffene Sonntage" (einheitliche Öffnung der Geschäfte zu Anlässen wie Autoschau, Mai- und Herbstmesse sowie Weinfest), fünf als "Einkaufssonntage". Zum Bauernmarkt, im Juli unter dem Motto "Sommerfrisches Einkaufen" sowie zum Altstadtfest waren die Geschäfte bereits am 1. Juni, 6. Juli und 10. August geöffnet. Weitere "Einkaufssonntage" sind am 14. September (anlässlich des Ökomarktes) sowie am 21. Dezember ("Weihnachtseinkauf zum Adventszauber") vorgesehen. Die Verwaltung hat inzwischen einen neuen Antrag gestellt, um auch nach 2010 den Status "Ausflugsort" zu behalten. Und Schröder ist zuversichtlich, dass das auch klappt: "Aufgrund unserer Übernachtungs- und Besucherzahlen haben wir gute Chancen, weiter ,Ausflugsort' zu bleiben."




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