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Arbeitskreis nimmt zweiten Anlauf für einen Behindertenbeirat / Gleiche Rechte wie Senioren

"Einigkeit macht stark, nichts anderes zählt"

Bückeburg (bus). Der Arbeitskreis Behindertenbeirat nimmt einen zweiten Anlauf, um in Bückeburg einen Behindertenbeirat zu installieren. "Wir möchten erreichen, dass auch die Behinderten in unserer Stadt im täglichen Leben und im Umgang miteinander noch mehr wahrgenommen werden", hieß es während der jüngsten Zusammenkunft. Und: "Wir wollen kleinen und großen Menschen mit Behinderungen eine Stimme verschaffen sowie die Umsetzung gleicher Lebenschancen behinderter Frauen und Männer, die Verwirklichung des Benachteiligtenverbots und die Umsetzung barrierefreier Standards zu unseren Aufgabenschwerpunkten machen."

Der Kreis war vor einigen Jahren mit der Einrichtung eines offiziellen Beirats, in etwa vergleichbar dem Seniorenbeirat, im Stadtrat nicht recht vorangekommen und hatte sich mit dem unverbindlicheren Status "Arbeitskreis" bescheiden müssen. Als Startschuss des zweiten Anlaufs kann eine Informationsveranstaltung mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen Niedersachsens, Karl Finke, betrachtet werden, der im April dieses Jahres das seit Januar 2008 geltende Niedersächsische Behindertengleichstellungsgesetz (NBGG) in Bückeburg vorstellte. Das NBGG bringe zahlreiche Verbesserungen der Lebensbedingungen mit sich, "die für behinderte wie für nicht behinderte Menschen ein Mehr an Komfort und Lebensqualität bedeuten", hatte Finke zum Ausdruck gebracht. Bei der aktuellen Zusammenkunft erhielten die Arbeitskreismitglieder Horst Buchholz (Vertrauensmann Schwerbehinderte bei der Stadt), Rolf Hartmann (Haus Kurt Partzsch), Edeltraut Müller (Paritätischer Schaumburg) und Dieter Weihmann (Diakonie-Sozialstation) ausnahmslos positive Reaktionen. Vertreter zahlreicher Verbände und Organisationen (VdK, SoVD, Diabetiker-Bund, Diakonie-Hospiz, BSG, Kirchenvorstand Landeskirche) sowie Privatpersonen signalisierten ungeteilte Zustimmung. "Einigkeit macht stark, nichts anderes zählt", war vom Diabetiker-Bund zu hören. "Behinderte besitzen die gleichen Rechte wie Senioren", betonte Ratsmitglied Renate Barkhausen, die Einrichtung eines Beirates sei "gar keine Frage". "Ich hatte nicht erwartet, dass es so gut laufen würde", sagte Rolf Hartmann. Der Arbeitskreis will zunächst einen Aufgabenkatalog formulieren und dann mit der Stellung eines offiziellen Antrags an den Rat der Stadt auf die Zielgerade einbiegen.




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