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Ein Jahr Tagespflege in Stadthagen / Schwerpunkt: Demente Senioren / Strukturen im Tagesablauf beibehalten

"Einige empfinden es als eine Art von Abschieben"

Stadthagen (jcp). Seit einem Jahr gibt es jetzt die "Rosenblatt"-Tagespflege in Stadthagen. Geschäftsführerin Edith Seddig zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden, hofft aber für die Zukunft auf mehr Kunden und höhere Auslastung.

"Soweit ich weiß, gibt es bisher nur einen Mitbewerber in Bad Eilsen", erklärt Seddig ihre Geschäftsidee. Personell gerüstet ist die Tagespflege-Institution "Rosenblatt" für 15 Senioren, derzeit liegt die durchschnittliche tägliche Besucherzahl zwischen fünf und elf. "Da ist definitiv noch Luft nach oben",befindet Seddig. Der Schwerpunkt des "Rosenblatts" liegt auf der Betreuungälterer Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Dafür arbeiten unter anderem Pflege- und Betreuungsfachkräfte und eine Gerontopsychiatrische Kraft zusammen. Für pflegende Angehörige, so Seddig, sei es besonders wichtig, einmal ein paar Stunden abschalten zu können. Das "Rosenblatt"-Tages pfle ge heim ist jeden Tag von 8 bis 17 Uhr geöffnet, jeden zweiten Sonnabend von acht bis 14 Uhr. "Dieser Wochenendtermin hat sich aber noch nicht so recht durchgesetzt", zieht Seddig Bilanz. Als Grund für die nicht volle Auslastung des Heims vermutet Seddig Bedenken vieler Pflegender - Ehemänner und -frauen, Geschwister oder auch Kindern."Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass einige es wie eine Art Abschieben empfänden, wenn sie ihre Angehörigen hier abgäben." Seddig versucht dann,Überzeugungsarbeit zu leisten: "Nicht nur, dass wir eine professionelle Betreuung leisten können. Es sagt ja auch niemand, dass die Gäste gleich jeden Tag hier verbringen müssen." Der Tagesablauf im "Rosenblatt" kann gemeinsames Basteln, Kochen aber auch spezielle Therapieprogramme beinhalten. "Ansonsten ist uns wichtig, dass wir beibehalten", führt Seddig aus. Anders formuliert: "Wer es gewohnt ist, jeden Tag drei Stunden lang Zeitung zu lesen, den lassen wir das auch tun."




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