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Bundesverdienstkreuz für Bürgermeister Heinz Windheim

"Einer, der viel erreicht hat"

Lüdersfeld (jl). Die Liste seines jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements hat das Zeug zu einem kleinen Lexikon. Am Montagabend ist unter das bisherige Wirken des Lüdersfelder Bürgermeisters Heinz Windheim (CDU) ein vorläufiger dicker Strich gezogen worden: Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier hat dem politischen Urgestein im Auftrag des Bundespräsidenten die höchste Auszeichnung der Republik, das Bundesverdienstkreuz verliehen.

In seiner Begrüßung machte der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Schröder mit einem Satz klar, wen es hier zu ehren galt. Windheim sei "einer, der sich viel vorgenommen hat, der viel angepackt hat und der viel erreicht hat". Schöttelndreier wurde präziser und musste wegen der Schaffensfülle des 67-Jährigen weit ausholen. Der Satz des Landrats - "manchmal ist es fast unglaublich, was Menschen im Ehrenamt erreichen" -schien direkt auf Windheim gemünzt zu sein. Laut Schöttelndreiers langer Liste wirkt der neue Bundesverdienstkreuzträger seit 1969 als Mitglied des Gemeinderates Lüdersfeld und der damals noch "freiwilligen" Samtgemeinde Lindhorst, wie deren Bürgermeister Gerd Busche in Erinnerung brachte. Seit 1981 führt Windheim die Geschäfte als Bürgermeister und Gemeindedirektor in seinem Geburtsort. Wo immer der Geehrte gewirkt hat, hat er meist auch nicht von den hinteren Bänken aus agiert. Das gilt auch für das ehrenamtliche Wirken des passionierten Landwirts Windheim in der Landjugend, in diversen anderen Zusammenschlüssen, die mit dem Berufsstand zusammen hängen, sowie für Funktionen im heimischen Genossenschaftswesen. "Sie haben sich praktisch Ihr ganzes Leben uneigennützig für die Landwirtschaft eingesetzt", bilanzierte der Landrat. Auf das Konto Windheim gehen laut Wilfried Schröder im Ort unter anderem die Dorferneuerung, das Gewerbegebiet Vornhagen an der B 65 samt Ampel, der neue Sportplatz, die Entwicklung des Spielkreises zum Kindergarten, das Sport- und Kulturzentrum, und und und. "Ich binüberwältigt von dem, was mir alles nachgesagt wird", meldete sich ein sonst nicht so wortkarger Verdienstkreuzträger. Nach einigen Histörchen aus Jugendtagen stellte Windheim klar, was ihn von Anfang getrieben hat: "Ich will den Bürgern dienen." Im Nachsatz übte Heinz Windheim ein wenig Selbstkritik: "Wenn ich bei meiner Arbeit dem einen oder anderen auf die Füße getreten habe, tut mir dies leid."




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