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Eine Woche mit Manga-Charakteren

Bad Münder. Sie sind echte Manga-Fans – und jetzt geht es für 20 Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren noch einen Schritt weiter: In einem Ferienkurs der Kunstwerkstatt lernen sie, wie sie ihre eigenen Mangas zeichnen können.

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Die japanische Comic-Kultur fasziniert die Teilnehmer – und nicht nur die: Neben Kursleiterin Cornelia León-Villagrá erläutern auch Moritz Schmidt und Paloma León-Villagrá, worauf es beim Zeichnen der Mangas ankommt. Sie geben Einblicke in die Entwicklung der Comics, gehen bei den Figuren ins Detail: Große Augen sind zentrales Merkmal in den Gesichtern, insbesondere bei den Heldenfiguren. Ehrlichkeit, Mut, Selbstbewusstsein und Hoffnung sollen sie ausstrahlen, das gelingt durch eine große Iris, ausdrucksstarke Umrisse und Augenbrauen. Für jeden Ferientag wird ein anderer Schwerpunkt ausgegeben, neben den ganz persönlichen Heldenfiguren geht es unter anderem um Bewegung und Emotionen. Gezeichnet wird in ein eigenes Heft, in dem so Stück für Stück die eigene Comicgeschichte entsteht. Neben dem Zeichnen entwickeln die Teilnehmer auch ihr eigenes Kostüm. Masken, Stirnbänder, Zauberstäbe werden entworfen, „ganz frei, jedes Kind sucht selbst aus, wie seine Maske aussehen soll“, sagt Cornelia León-Villagrá. Heute um 12 Uhr wollen die Teilnehmer allen Interessierten ihre Ergebnisse vorstellen.

Die Kunstwerkstatt ist mit ihrem Programm seit Jahren fester Bestandteil der verlässlichen Ferienbetreuung der Stadt Bad Münder – und dieser Part ist für den Verein inzwischen von großer Bedeutung. Denn seit die Schule über keine eigenen Räume mehr verfügt, ist das Angebot an Kursen stark dezimiert worden. „Eine Kunstschule ohne eigene Räume ist einfach kein tragbarer Zustand“, sagt Mitbegründerin Silke Behnke, „wir brauchen ein Zuhause“. Alle Hoffnungen richten sich jetzt auf den möglichen Umzug der Grundschule Bad Münder in die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule. Aufgrund der Raumkapazitäten hätte die Kunstwerkstatt – genauso wie die Musikschule, die Arbeiterwohlfahrt und die Stadtbücherei – Chance, dort mit einzuziehen.

Gerade vor dem Hintergrund eines Ganztagsangebotes sei die Integration in die Grundschule eine „ideale Lösung“, so Behnke. Man habe auch schon mit Christian Korten, Vorsitzender des Schulelternrates, über diese Thematik gesprochen und viel Zuspruch erfahren. „Aber natürlich ist die Situation auch für unsere erwachsenen Teilnehmer, die nur noch am Küchentisch malen können, unbefriedigend“, erklärt Behnke.

Für eine größere Schlagkraft hat sich die Kunstwerkstatt jüngst mit den drei Kunstschulen aus Barsinghausen, Wunstorf und Laatzen zusammengeschlossen. „Das ist ein guter Schritt, der uns am Leben hält“, urteilt Cornelia León-Villagrá. Es sei auch von Vorteil, um beispielsweise gemeinsam Anträge für Kulturförderungen zu stellen.jhr/col



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