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Der Dachboden des Gerätehauses Meinsen-Warber kann nur eingeschränkt genutzt werden

Eine Solaranlage erhitzt die Gemüter der Wehr

Meinsen/Warber (rc). Die Errichtung der Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrgerätehaus in Meinser-Warber hat zu bösem Blut bei der Feuerwehr geführt. Der bisher als Lagerraum genutzte Dachboden kann nur noch eingeschränkt genutzt werden. Im Haustechnikraum ist es aufgrund der dort installierten Wechselrichter der Fotovol taikanlage an manchen Tagen bis zu 60 Grad heiß. Dort abgestellte Kühlschränke, in den die Feuerwehr Erfrischungsgetränke kühlt, kommen gegen die Temperaturen nicht mehr an und verbrauchen viel zu viel Strom.

Die Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrgerätehaus in Meinsen-War

Und noch ein Problem: Wenn die Daten der Fotovoltaikanlage per Datenleitung abgefragt werden, ist der analoge Anschluss des Gerätehauses besetzt. Die Wehr ist bei Einsätzen nicht erreichbar, so Informationen unserer Zeitung. Allerdings stellte sich nach einem entsprechenden Beschwerdebrief der Feuerwehr an das Bauamt der Stadt heraus, dass die Feuerwehr zumindest den Bodenraum bisher unzulässig genutzt hatte, denn dessen Statik war bereits beim Bau auf eine wesentlich geringere Last ausgelegt gewesen - was bei der Feuerwehr bis dato nicht bekannt war, wie Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte: "Es gibt keine ursächlichen Zusammenhänge zwischen Statik und Solaranlage." Vor der Installation der Bürgersolaranlage sei die Statik des Daches überprüft worden und eine Aussteifung der Dachsparren veranlasst worden. Im Zuge der Überprüfung habe sich herausgestellt, dass seitens der Wehr auf dem Dachboden schwere Gegenstände gelagert worden seien, die dort nicht hätten gelagert werden dürfen: "Der Bodenraum war beim Neubau von vornherein nicht als Lager eingeplant gewesen." Eine Tatsache, auf die die Feuerwehr durch die Schaffung neuer Lager- und Unterstellmöglichkeiten in Eigenleistung inzwischen reagiert hat. Zum Teil werden Trennwände eingezogen oder aber ein neuer Geräteschuppen neben dem Gerätehaus errichtet. Was allerdings mit dem überhitzen Haustechnikraum geschieht, ist derzeit noch nicht geklärt. Abhilfe wurde dagegen mit dem analogen Telefonanschluss erreicht. Hier wurde ein ISDN-Anschluss installiert. Nun können gleichzeitig sowohl Daten der Voltaikanlage als auch Einsatzdaten für die Feuerwehr im Brand- oder Schadensfall übermittelt werden. Grundsätzliche Kritik wurde seitens der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum an der Errichtung der Bürgersolaranlage geübt. Erst aus der Zeitung habe das Kommando von dem Vorhaben erfahren: "Eine Beteiligung der Ortsfeuerwehr fand durch die Stadt Bückeburg nicht statt." Dies habe die Wehr "sehr befremdet und großes Unverständnis in den Reihen der Mitglieder hervorgerufen". Als Nutzer, der im übrigen nicht unerhebliche Eigenleistungen in das Gebäude investiert hat, hätte die Wehr grundsätzlich und aufgrund der möglichen Auswirkungen vorab einbezogen werden müssen. Das sei weder durch Rat noch Verwaltung erfolgt. Im Gerätehaus befinde sich zudem Eigentum der Feuerwehrkameraden. Dass dies seitens der Stadt für Dritte zugänglich gemacht worden sei, "muss ebenfalls entschieden kritisiert werden".



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