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Eine Schulstunde oder fünf Zigaretten

Stell Dir vor, es ist Förderunterricht, und keiner geht hin!“ Ganz so dramatisch ist die Lage zwar nicht, doch längst nicht alles ist gut. So sehr sich Schulleiter, Pädagogen und Eltern bemühen – das Interesse am mehr oder weniger freiwilligen Förderunterricht ist längst nicht so groß wie die Defizite, die er beheben soll. Mag sein, dass manchen einfach nichts gilt, was nichts kostet. Deshalb fordert ja etwa die Eugen-Reintjes-Schule einen Euro pro Stunde. Lächerlich wenig, sollte man meinen. Und doch hat auch das zu Protesten geführt.

Autor:

Christa Koch

Stell Dir vor, es ist Förderunterricht, und keiner geht hin!“ Ganz so dramatisch ist die Lage zwar nicht, doch längst nicht alles ist gut. So sehr sich Schulleiter, Pädagogen und Eltern bemühen – das Interesse am mehr oder weniger freiwilligen Förderunterricht ist längst nicht so groß wie die Defizite, die er beheben soll. Mag sein, dass manchen einfach nichts gilt, was nichts kostet. Deshalb fordert ja etwa die Eugen-Reintjes-Schule einen Euro pro Stunde. Lächerlich wenig, sollte man meinen. Und doch hat auch das zu Protesten geführt. Eine Stunde Förderunterricht oder fünf Zigaretten – man darf raten, was manchem Oberstufenschüler attraktiver erscheint.

Dabei ist gerade ein Förder-Angebot – und keineswegs nur auf den ersten Blick – in der Regel besser als alles, was in Sachen Nachhilfe auf privater Basis läuft. Der Stoff ist bekannt, die Lehrer meistens auch, die Schule sowieso. Warum dennoch bei weitem nicht alle, die es bitter nötig hätten, diese helfende Hand ergreifen, die zudem auch noch manchen Förderverein richtig Geld kostet, mag dahingestellt sein.

Fakt ist, dass sich teilweise auch die Eltern aus der Verantwortung stehlen. Die nicht selten geäußerte Auffassung „Ich kann mein Kind doch nicht zwingen, wenn es keine Lust dazu hat“ ist hier allerdings fehl am Platz. Natürlich: Schule soll (unter anderem) Spaß machen. In erster Linie aber soll sie aufs (Berufs-)Leben vorbereiten, und das so gut wie möglich. Spaß und Lust – das sind zwei völlig ungeeignete Substantive, wenn es um die Zukunft geht. Auch um die in einer sogenannten Spaßgesellschaft.

c.koch@dewezet.de




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