weather-image

Eine Scheune als Cannabis-Plantage

Bad Münder. Wieder eine unauffällige Großplantage am Rande der Stadt: Mutmaßliche Rauschgifthändler haben am Golfplatz einen Resthof zum Gewächshaus für Cannabis-Pflanzen umfunktioniert. Bei einer Razzia sind Ermittler gestern auf rund 200 Pflanzen gestoßen.

270_008_7663076_lkbm1026_1601_LKA_Drogen_Golfplatz26.jpg

Rund 30 Beamte hatten gegen 8 Uhr die Zufahrten zu dem zwischen Bahn 15 des Golfplatzes und Landesstraße 421 gelegenen Hof blockiert und die Bewohner des Hauses überrascht. Der Einsatz lief unter Federführung der Rauschgift-Experten beim Landeskriminalamt Niedersachen, Polizisten aus Bad Münder und anderen Bereichen der Polizeiinspektion unterstützten sie.

Bei der Durchsuchung stießen die Polizisten in einer an das Wohnhaus angrenzenden Scheune auf eine Plantage, die professionell mit Lüftungs- und Bewässerungstechnik ausgestattet war. Ein großes Notstromaggregat sorgte dafür, dass die Geräte auch unabhängig von einem Energieversorger betrieben werden konnten – extrem hohe Stromverbräuche hatten bereits in der Vergangenheit in einem münderschen Ortsteil Ermittler auf die Spur einer großen Rauschgiftplantage gebracht.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte der Polizei auch von der Feuerwehr Bad Münder. Die sorgte nicht nur für eine gesicherte Stromversorgung bei der Durchsuchung des Anwesens, Atemschutzträger standen auch als Sicherungstrupp bereit. Erinnert fühlten sich Feuerwehrmitglieder dabei an einen Einsatz vor einem halben Jahr, bei dem sie ebenfalls Rauschgiftfahnder unterstützten. Damals war in einem frei stehenden Haus in Bahnhofsnähe eine Drogenplantage ausgehoben worden, auf zwei Etagen hatten die Betreiber alle Zimmer mit Beleuchtungs- und Belüftungsanlagen versehen. Rund 990 Cannabis-Pflanzen stellten die Ermittler bei der Durchsuchung sicher. Der Schlag gegen die Rauschgifthändler war eingebunden in eine bundesweite Aktion, nachdem der Polizei bei einer Durchsuchung eines „Grow-Shops“ in Hannover Kundenlisten in die Hände gefallen waren. Einen Zusammenhang mit dem Schlag gegen Drogen-Produzenten im vergangenen Juni gibt es nach Angaben von Uwe Schwellnus, Pressesprecher des LKA, bei dem aktuellen Fall nicht. Das LKA habe einen anonymen Hinweis auf die Indoor-Plantage erhalten. Die sichergestellten Pflanzen werden derzeit kriminaltechnisch untersucht. „Die Ermittlungen richten sich zurzeit noch gegen unbekannt und dauern noch an“, erklärt Schwellnus.jhr



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt