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Eine reife Leistung – Fitmacher Vitamine

Obst und Gemüse peppen unsere Mahlzeiten nicht nur optisch auf, sie schmecken auch und haben eine schier unglaubliche Menge an „inneren Werten“. Vitamine und Mineralstoffe bringen unseren Stoffwechsel erst richtig in Schwung. Denn ohne Vitamine läuft im Chemie-Werk des Körpers gar nichts. Nicht umsonst steckt das lateinische Wort „vita“ = Leben darin. Leider kann unser Körper Vitamine nur unzureichend selbst herstellen, deshalb müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Was beim Essen, Konservieren und Genießen der Fitmacher zu beachten ist, wird hier verraten.

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Sie strotzt nur so vor Vitamine – die Spitz-

paprika.

Gesund ernähren

Eine reife Leistung – Fitmacher Vitamine

Obst und Gemüse peppen unsere Mahlzeiten nicht nur optisch auf, sie schmecken auch und haben eine schier unglaubliche Menge an „inneren Werten“. Vitamine und Mineralstoffe bringen unseren Stoffwechsel erst richtig in Schwung. Denn ohne Vitamine läuft im Chemie-Werk des Körpers gar nichts. Nicht umsonst steckt das lateinische Wort „vita“ = Leben darin. Leider kann unser Körper Vitamine nur unzureichend selbst herstellen, deshalb müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Was beim Essen, Konservieren und Genießen der Fitmacher zu beachten ist, wird hier verraten.

In fünf kleinen Mahlzeiten

Alle Vitamine – außer B 12 und D – werden direkt oder indirekt von Pflanzen hergestellt. Ernährungsexperten empfehlen, Obst und Gemüse in fünf kleinen Mahlzeiten verteilt über den Tag zu essen. Von einer Selbstmedikation in Form von Vitaminpräparaten ist abzuraten, da insbesondere bei den fettlöslichen Vitaminen die Gefahr einer Überdosierung besteht.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unter der knackigen Schale der frischen Fitmacher verbergen sich außerdem noch einige andere wertvolle Bestandteile, deren Bedeutung man erst Anfang der 90er Jahre erkannte: Die sogenannten „sekundären Pflanzenstoffe“ sind die Geheimwaffe der Natur gegen die meisten Zivilisationskrankheiten: Sie stärken die Immunabwehr, zerstören die „freien Radikalen“ und senken das Krebsrisiko. Über 30 000 dieser sekundären Pflanzenstoffe sind inzwischen bekannt. Sie heißen übrigens so, weil die Pflanzen sie nicht primär für ihr Wachstum brauchen. Sie bilden sie, um sich gegen Schädlinge zu wehren, um Fressfeinde fernzuhalten oder sich gegen die UV-Strahlung zu schützen, darum finden sich viele davon in Form von Aroma- oder Farbstoffen.

Heikle Pflänzchen

Leider sind Früchte, Beeren, Obst und Gemüse auch sehr empfindlich. All das, was beim Wachsen und Reifen geholfen hat – Licht, Sauerstoff, Wärme und die eigenen Enzyme – leiten ab einem gewissen Punkt die Zersetzung ein, und ihr erstes Opfer sind die kostbaren Vitamine – und zwar lange bevor der Verderb äußerlich sichtbar ist. Auch die sekundären Pflanzenstoffe sind nicht notwendigerweise vorhanden. Viele entstehen nämlich erst kurz vor der Reife. Das in Tomaten enthaltene Lycopin zum Beispiel ist das, was die Tomate rot färbt. Grün geerntete Tomaten, die dann während des Transports nachreifen, haben nur noch einen Bruchteil dieses wertvollen Inhaltsstoffs. Generell gilt deshalb die Empfehlung: Regionale Produkte kaufen – da können Sie relativ sicher sein, dass die reif geerntet wurden, keine langen Transporte hinter sich haben und nicht aus dem Treibhaus stammen. Treibhaus-Erzeugnisse

haben nämlich

häufig – weil sie stark gedüngt

werden – eine hö-here Nitratbelastung.

Ohne Bedenken kön- nen Sie zu schonend haltbargemachten

Produkten greifen, wie sie in großer Auswahl im Getränkekarton angeboten werden. Ob Säfte oder Gemüseprodukte – die haben ihre wertvollen Bestandteile noch, weil sie vollreif direkt vor Ort verarbeitet werden.

Konservieren

Möglichkeiten, um Lebensmittel haltbar zu machen und Vorräte für die kalten, unfruchtbaren Jahreszeiten anzulegen, kennt der Mensch schon lange: Trocknen oder räuchern, salzen, einlegen oder einkochen. Ziel ist dabei immer, die Veränderung der Lebensmittel durch Mikroorganismen oder ihre eigenen Enzyme zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen. Die klassischste Methode zur Haltbarmachung ist die Behandlung mit Hitze. Entscheidend dabei ist, dass sowohl das Produkt, als auch das Gefäß in dem es aufbewahrt werden soll, keimfrei gemacht werden. Bei der herkömmlichen Sterilisation werden deshalb – wie beim Einkochen zu Hause – Verpackung und Inhalt gemeinsam erhitzt. Da jedoch die Wärme von außen bis in den Kern des Produkts vordringen muss, dauert es eine ganze Weile, bis der gesamte Inhalt die erforderliche Temperatur erreicht hat. Die lange Wärmebehandlung hat deshalb zur Folge, dass nicht nur die Mikroorganismen, sondern leider auch wertvolle Bestandteile wie Eiweißstoffe und Vitamine dahinschwinden.

Aseptische Abfüllung

Eine sehr viel schonendere Methode verbirgt sich hinter dem Kürzel HTST: „High Temperature – Short Time“. Dabei wird das Lebensmittel ohne Verpackung ganz kurz sehr hoch erhitzt. Das macht die abbauenden Enzyme unwirksam und vertreibt alle schädlichen Mikroorganismen. Weil nach nur wenigen Sekunden blitzschnell wieder abgekühlt wird, bleiben jedoch alle Vitamine erhalten und das bei voller Frischegarantie: Obst und Gemüse kommen nämlich direkt und voll ausgereift vom Feld, zwischen Ernte und Verarbeitung liegen nur wenige Stunden. Nach der Erhitzung wird das Produkt sofort in einen keimfreien Getränkekarton abgefüllt, und der wird fest versiegelt. Durch dieses aseptische Verfahren sind die Lebensmittel ohne Kühlung und Konservierungsstoffe über viele Monate haltbar und bewahren dabei ihre ganze Qualität.

Weil es im Karton dunkel ist, sind lichtsensible Produkte wie Milch besonders gut aufgehoben. Milch wird durch die kurze Erhitzung übrigens auch bekömmlicher, und auch manche der sekundären Pflanzenstoffe – wie etwa das Lycopin der Tomate – entfalten ihre volle Hilfskraft erst, wenn sie kurz erwärmt wurden.

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