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Eine Menora für frühere Synagoge

Stadthagen (jl). Aus den Reihen des Arbeitskreises "Erinnerungsprojekt Stadthagen", genauer von dem Wölpinghauser Künstler Hasso Neumann stammt eine Idee, die zum 70. Jahrestag der Pogromnacht oder so genannten Reichskristallnacht am 9. November dieses Jahres umgesetzt werden soll. Im Mittelpunkt wird dabei einer der wichtigsten Kultgegenstände jüdischer Gemeinden stehen, ein siebenarmiger Leuchter, die Menora.

Entstanden ist die Idee nach den Worten von Arbeitskreismitglied und Oberprediger Klaus Pönnighaus bei den Überlegungen, den 70. Jahrestag der brennenden Synagogen und der Drangsalierung der Juden besonders zu würdigen. Dabei hat Neumann das Projekt Menora eingebracht. Er will den Kultgegenstand einer historischen Vorlage aus dem ersten Jahrhundert nach Christus nachempfinden und ineigener Werkstatt gießen. Am 9. November soll die Menora, eingebettet in ein Konzert mit Werken von Mendelssohn in der St.-Martini-Kirche einem Vertreter einer jüdischen Gemeinde übergeben werden. Dies versteht der Arbeitskreis nach den Worten von Pönnighaus als symbolische Geste der Aussöhnung. Der Leuchter soll in Stadthagen bleiben. Sein Platz soll die ehemalige Synagoge an der Niedernstraße werden, die zum Knotenpunkt des Gedenkens an die Nazi-Gräuel in Schaumburg werden soll -sofern der Rat zustimmt. "Wenn die Synagoge Gedenkstätte wird, bekommt die Menora dort ihren Platz -bis dahin bleibt sie in der Marti ni Kirche", so der Hausherr.




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