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Bürgerverein hofft auf erfolgreiche „Probebohrung“

Eine Huldigungsfeier soll Spuren des Festsaals im Hochzeitshaus sichtbar machen

Hameln. Am Donnerstag, 16. April, lässt der Bürgerverein das Ergebnis seiner „Probebohrung“ für die Vergangenheit des Festsaales im Hochzeitshaus dem Bauausschuss des Rates der Stadt Hameln präsentieren. Das gab der Vereinsvorsitzende Helmut Griep in der vergangenen Woche auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins in den Räumen des Hamelner Museums bekannt.

Die Spuren, die auf das Aussehen des Festsaales zu Beginn des 17. Jahrhunderts verweisen können, sind nach den Feststellungen eines mit der „Probebohrung“ beauftragten Paderborner Historikers allerdings eher dünn, wie Griep dem Verein berichtete.

Nach Darstellung Grieps stützt sich der Versuch, das Aussehen des früheren Festsaales zu rekonstruieren, derzeit vor allem auf eine Liste der Einkäufe, die im Jahr 1636 für die Huldigungsfeier von Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg in Hameln vorgenommen wurden. Aus der Menge der Einkäufe erhofft sich der Bürgerverein Rückschlüsse darauf, wie die Räume ausgestattet gewesen sein müssten, um die zur Huldigungsfeier geladenen Gäste angemessen und feierlich zu bewirten.

Hinweise auf die Deckenkonstruktion des Festsaales könnte nach Angaben von Hans-Martin Lohmann eventuell auch ein Dokument liefern, das in einem Marburger Archiv aufgefunden wurde.

Finanziert wurde die „Probebohrung“, die ursprünglich am 28. Februar abgeschlossen sein sollte, vor allem aus von Sponsoren eingeworbenen Geldern in Höhe von 9130 Euro.

Der abschließende Bericht werde von dem Historiker trotz der abgelaufenen Frist bis Mitte April fertiggestellt sein, kündigte Griep in seinem Rechenschaftsbericht für das vergangene Vereinsjahr an. Griep hofft darauf, dass bis zum Jahr 2017, wenn das Hochzeitshaus 400 Jahre alt wird, bereits erste Maßnahmen in dem Bau umgesetzt werden können. Ausdrücklich lobte Griep das gute Verhältnis zur Stadtverwaltung und insbesondere zu Stadtbaurat Hermann Aden. Alle Maßnahmen würden mit der Stadt abgestimmt.

Der entlastete Vorstand trat komplett zur Wiederwahl an. Er setzt sich zusammen aus Helmut Griep, Klaus-Dieter Thoem, Dr. Friedrich Lücke, Holger Stöcker sowie dem neu hinzugewählten und für Marketingmaßnahmen zuständigen Jens Hahne. Als Beisitzer wurden Christa Bruns und Hans-Martin Lohmann in ihren Ämtern bestätigt. Günter Rass vertritt die Interessen des Museumsvereins im Vorstand.




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