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Künstler arbeiten in dieser Woche unter freiem Himmel / Prämierung am 9. Mai / Versteigerung folgt

Eine Hand voll Skulpturen im Bürgergarten

Hameln (wul). Ein wahrer Holzkopf, dieser Rattenfänger, nicht geheimnisvoll, sondern klar, wenngleich mit Ecken und Kanten und an die 200 Kilogramm schwer. Er ist eine von fünf Skulpturen, die im Laufe dieser Woche beim ersten Hamelner Skulpturenwettbewerb vor den Augen der Passanten im Freiluftatelier Bürgergarten entstehen, am Ende von einer Jury prämiert und für die Allgemeinheit versteigert werden.

Eine Hand voll Skulpturen

Jan D. Ehlers, Hajener Bildhauer – er hat die „Hüossen“, die Schiffezieher am Weserufer in Hajen geschaffen – ist der einzige heimische Künstler, der sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die anderen vier, die sich aus 20 Bewerbern qualifiziert haben, kommen aus der Nähe von Dresden, aus Norditalien, Göttingen und Arnstadt in Thüringen. Dass es nur fünf sind, und nicht ein ganzes Heer an Künstlern den Bürgergarten bevölkert, findet der Initiator Dr. Jobst-Walter Dietz von der Hamelner Kulturstiftung bedauerlich, doch er ist hoffnungsvoll: „Das ist das erste Mal, und wenn wir das in zwei, drei Jahren noch einmal veranstalten, kommen sicher mehr.“ Vor allem das Kriterium, die ganze Woche lang anwesend zu sein, hätten die meisten Bewerber nicht erfüllen können, so Dietz. Täglich von 10 bis 17 Uhr sollen die Künstler an ihren Werken arbeiten, bei Regen notfalls unter Zelten, ansonsten unter freiem Himmel. Die Skulpturen sollten witterungs- und vor allem standfest sein.

Während Ehlers seinen vorgesägten Rattenfänger aus einem Apfelbaumstamm mit Stecheisen und Klüpfel herausarbeitet, entsteht gegenüber unter den Händen von Annabella Claudia ein Nilpferd in Originalgröße aus Polyester. Frank-Helge Steuer arbeitet am Eingang des Bürgergartens an einer Stahlfigur, Olaf Klepzig erschafft das „Stammgabel-Paar“ aus massiver Eiche und Jörg Schröpfer aus Leimschichtholz eine Kombination aus „Skulptur, Malerei und Scherenschnitt“, wie er sagt.

Am kommenden Samstag werden die Sieger prämiert: Der Erste erhält 1000 Euro, der Zweite 500, der Dritte 250 Euro. Die Skulpturen sind bis zum 31. Mai im Bürgergarten zu sehen und werden dann versteigert.



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