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Eine Geschichte über das Sitzen

Nein, das hier ist nicht etwa ein Haufen Stühle und Altholz, das ist vielmehr die rundum gelungene Ausstellung zur Geschichte des Sitzens. Also herzlich willkommen im Deutschen Stuhlmuseum in Eimbeckhausen, wo man die Tradition der Stuhlfertigung des Deister-Süntel-Tales vorzüglich darzustellen pflegt. Wie der Stuhl die Menschen durch die verschiedenen Epochen begleitet hat, wie sich seine Form und Bedeutung veränderte – das wird hier anschaulich dargestellt. Seine Funktion indes ist geblieben über all die Jahrhunderte: Man soll drauf sitzen. Dass sich gerade in Eimbeckhausen das Deutsche Stuhlmuseum befindet, kommt indes nicht von ungefähr. Hier liegen immerhin die Anfänge der Deister-Stuhlindustrie. Ab 1820 bis in die 1970er Jahre hinein war der Stuhlbau ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in dieser Region. In der Blütezeit fanden weit über 10 000 Menschen Arbeit und Brot in diesem Berufsfeld. Die Arbeit von einst ist in das Museum gewissermaßen mit hinübergerettet worden. Denn hier, an der Fritz-Hahne-Straße 6 in Eimbeckhausen, einem Ortsteil der Kurstadt Bad Münder, gibt es vollständig ausgestattete Werkstätten zur Restaurierung der vorhandenen Stühle und zur Instandhaltung der alten Möbelfabrik. Museumsbesucher sind willkommen, das Aufarbeiten alter Stühle zu erlernen – vom Stuhlaufbau über das Schnitzen und Polstern bis hin zum Beizen, Flechten und Lackieren. jlg

Deutsches Stuhlmuseum Eimbeckhausen, Fritz-Hahne-Straße 6, Eimbeckhausen, 0 50 42 / 52 70 84 und 0 50 42 / 8 11 52, E-mail stuhlmuseum@t-online.de; geöffnet jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 14 bis 18 Uhr.

MUSEUMSTOUR (2)

In Werkstätten können Interessierte im Stuhlmuseum sogar das alte Handwerk des Stuhlbauens erlernen – dazu zählt auch das Flechten.

Anschaulich wird die Geschichte der Stühle dargestellt.



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