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Meerbecker und Landeskirche verabschieden Hans-Bernhard Fauth

Eine Erntekrone zum Abschied

Meerbeck (han). Mit einem Gottesdienst haben sich die Meerbecker Kirchengemeinde, die Evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe und weitere Gäste am vergangenen Sonntag von Hans-Bernhard Fauth verabschiedet.

Eine "ungeahnte Gefühlsmischung" verspüre er angesichts seines Abschiedes, verriet Fauth seiner Gemeinde. In den vergangen Tagen habe er sich gefragt, ob er seinen Werdegang wiederholen würde. "Ja, ich würde diesen Weg wieder gehen", lautete sein Fazit. "Wenn man sich verabschiedet, soll man das Tischtuch glatt ziehen", sagte der Geistliche. Wo Menschen miteinander leben und arbeiten, könne es vorkommen, dass man sich gegenseitig verletzt. "Ich möchte Gott und die Menschen um Vergebung bitten, wo ich Schuld auf mich geladen habe oder so manche Möglichkeit verpasste." Er forderte die Gemeinde auf, gemeinsam das Beichtgebet zu sprechen. "Liebe Familie Fauth, lieber Bruder Fauth, eigentlich ist dies noch keine richtige Verabschiedung", sagte Landesbischof Jürgen Johannesdotter mit Blick auf die kommende Altersteilzeit des Meerbecker Pastors. Der Kirchenchef ließ Fauths Berufsweg und seine zahlreichen Ämter Revue passieren und würdigte dessen Engagement. "Eine ganze Reihe von Stationen kommen an ihr Ende." Johannesdotters Predigt drehte sich um das Thema "Sorgen". An Fauth gewendet, sagte er: "Sie haben sich in ihrem Pastorenleben um die Bedürfnisse der Menschen gekümmert. Und oft haben sie dies mit Humor getan." Eine Erntekrone bekam Fauth von Antje Stoffels-Gröhl, Pastorin in der Gemeinde Meerbeck, und von dem Kirchenvorstand Heinrich Grundmeier geschenkt. An ihr waren vier Fotos befestigt, die auf einige "Säulen", sprich Arbeitsbereiche des langjährigen Superindentenden anspielten. "Bauen ist Deine Leidenschaft", sagte Grundmeier mit Blick auf die zahlreichen Bau- und Renovierungsarbeiten, die Fauth "zum Wohle der Gemeinde" begleitet habe. Zudem habe der Geistliche den Neujahrsempfang eingeführt. "Wir haben Sie als einen geselligen Pastor kennen gelernt, der gerne Anekdoten erzählt", berichtet Stoffels-Gröhl. Zu den weiteren Säulen seiner Arbeit gehören sein Engagement im Frauenkreis und im Konfirmandenunterricht. "Sie hatten bei etlichen ,Konfis' einen Stein im Brett." Eine Lieblingsaufgabe sei zudem sein Einsatz als Vorstandschef des Josua-Stegmann-Heims in Stadthagen gewesen. Weitere Geschenke gab es vom Präsidenten der Landeskirche Sebastian Geisler und von Andreas Wömpner, Pastor im Bückeburger Krankenhaus Bethel und Vorsitzender des Diakonischen Werkes der Landeskirche. Geisler überreichte Fauth einen Teller, von Wömpner erhielt der Pastor das Kronenkreuz in Gold des Diakonsichen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland. Nach dem Gottesdienst lud Fauth die zahlreichen Gemeindemitglieder und Gäste zu einem Umtrunk in das Gemeindehaus ein.




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