weather-image
Kriminalität deutlich unter dem Schnitt von Landkreis und Land / Nähe zu den Bürgern hilft

"Eine der sichersten Städte Deutschlands"

Obernkirchen (rnk). Wer in der Bergstadt lebt, lebt sicher. Nur 503 Straftaten, gemessen am Zehn-Jahres-Schnitt, werden von der Polizeistation im Jahr aufgenommen.

Viele kleine Vergehen: 521 Straftaten waren es im letzten Jahr:

Werner Steding als Leiter des Bückeburger Polizeikommissariats und Polizeihauptkommissar Reiner Schlie präsentierten in dieser Woche Zahlen, die belegen, dass Obernkirchen deutlich unter dem Bundes-, Landes- und auch Kreisdurchschnitt liegt. 521 Straftaten wurden 2007 angezeigt und bearbeitet, ein leichter Anstieg im Vergleichzu den Vorjahren, der aber auch mit einem veränderten Anzeigeverhalten zu erklären wäre. Statistisch, erklärt Steding, sei dies aber nicht belegt: "Es gibt keine Dunkelfeldstatistik." Überproportional gut entwickelt hat sich die Aufklärungsquote. Zwar ist sie von über 72 Prozent im Jahre 2005 auf 66,4 Prozent im Jahr 2006 zurückgegangen, aber damit liegt sie immer noch weit über den Zahlen für den Landkreis und dem Land Niedersachsen, die etwa über 50 Prozent aller Fälleaufklären. Einfacher Diebstahl, Sachbeschädigung, Verstöße gegen den Tierschutz, aber auch Körperverletzung und Betrügereien: In der Masse sind die Delikte, die in der Polizeistation Obernkirchen angezeigt werden, Vergehen der kleineren Art. Dabei werde, so unterstreichen Steding und Schlie, stets mit den Bückeburger Polizeikommissariat und der Polizeiinspektion Nienburg gemeinsam entschieden, wer welchen Fall bearbeite. Zwar kämen Bückeburg und Nienburg bei den großen Gewalttaten, den Schwer- und Schwerstverbrechen zum Zuge, aber nicht automatisch ziehe etwa Bückeburg einen Fall an sich, nur weil das Delikt besonders schwer war. Zuweilen mache es durchaus Sinn, einen Fall in Obernkirchen zu bearbeiten, etwa wenn es sich um eine Serie handeln könnte. Was seine Kollegen in der Bergstadt, was die Polizei in Obernkirchen auszeichne, erklärte Steding, das sei ihre Nähe zu den Bürgern, die genaue Kenntnis der Szene, Orts- und Milieukenntnisse und eben "gut qualifizierte Sachbearbeiter". Bei der Frage, wie stark ein Bürger der Bergstadt von der Kriminalität bedroht sei, verweisen Steding und Schlie auf die Statistik, die in einer Größenordnung von 100 000 Einwohnern rechnet: Von diesen wären 5433 Opfer einer kriminellen Tat. Dass die Kriminalitätsbelastung der Bürger in einem ballungsstarken Raum wie etwa Hannover höher ist, erklärt den hohen Schnitt auf Landesebene. Auffällig ist, dass die Kurve für die Stadt Obernkirchen, die vor neun Jahren noch fast genau so hoch lag wie der Landesschnitt, sich davon seither deutlich abgekoppelt hat. Präsenz zeigen, das ist für Schlie und Steding gleichsam das A und O einer guten Polizeitaktik, wobei die Kollegen aus Bückeburg und anderen Polizeistationen durchaus mit einbezogen werden. Steding verwiest auf Bad Eilsen. Dort gab es vor einiger Zeit eine Serie von Wohnungseinbrüchen, die Täterkamen über die nahe Autobahn. Durch gesteigerte Präsenz der Polizei sank die Zahl dann wieder. "Objektiv sagen die Zahlen aus, wie sicher man lebt, subjektiv ist es das Gefühl, wie sicher man lebt", erklärt Steding. Und in Obernkirchen lebe man sicher: Wenn Innenminister Schäuble Deutschland zu den sichersten Staaten der Welt zähle, dann gehöre Obernkirchen zu den sichersten Städten Deutschlands, meint Steding. Bei den Zielen für 2008 verweisen Steding und Schlie auf die Aufklärungsquote: Sie soll auf diesem Niveau gehalten werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bekämpfung der Diebstahls- und Jugendkriminalität, vor allem bei der Rauschgift- und Gewaltkriminalität will die Polizei ansetzen. Auch bei der Verkehrssicherheitsarbeit soll ein Schwerpunkt gesetzt werden. Alles mit der gleichen Zielrichtung: die objektive Sicherheit verbessern und das Sicherheitsempfinden stärken.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt