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Einblicke in die Wiedensahler Postgeschichte

Wiedensahl (jed). Über zahlreiche Gäste bei der Eröffnung der Sonderausstellung "Wilhelm Busch auf Briefmarken, Geldscheinen und Münzen" im "Museum im Alten Pfarrhaus" freuten sich Museumsleiter Kurt Cholewa und dessen Mitarbeiter.

Einen besonderen Gruß richtete Cholewa dabei an die Adresse von Gerhard Niemitz, der dem Museum für die Sonderausstellung außer zahlreichen interessanten Informationen und Zusatzmaterialien über die Wiedensahler Postgeschichte vor allem ein altes Postbuch zur Verfügung gestellt hat, in dem fein säuberlich alle Absender und Adressaten der Briefe eingetragen wurden, die Wiedensahl in den Jahren 1862 bis 1866 verlassen haben. Auch Eintragungen zu Briefen, die Wilhelm Busch an die Verlage Richter in Dresden und Caspar Braun in München geschrieben hat, sind in diesem Postbuch zu finden. Der Name Niemitz ist seit mehreren Generationen eng mit der Wiedensahler Postgeschichte verbunden. Die Eintragungen im besagten Postbuch wurden von Christian Niemitz vorgenommen, der seinerzeit für die Erledigung der Postgeschäfte in Wiedensahl zuständig war. Er sammelte die Briefe in Wiedensahl ein und schaffte sie zweimal in der Woche nach Loccum. Die für Wiedensahl bestimmten Briefe brachte er von dort mit und trug sie aus. Am 1. Dezember 1871 wurde bei Wilhelm Niemitz eine Postagentur eingerichtet und Bruder Fritz als Posthilfsbote eingestellt. "Post Fritz", so wurde er damals von vielen genannt, erledigte den regelmäßigen Postverkehr zwischen Wiedensahl, Loccum und Stadthagen mit einem Hundefuhrwerk. Zahlreiche Briefmarken, Ersttagsbriefe, Schmuckblätter, Sonderstempel und Notgeldscheine mit Wiedensahl - oder Wilhelm Busch - Motiven runden die Sonderausstellung ab, die während der Öffnungszeiten des Museums im Alten Pfarrhaus sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 14 Uhr bis 17 Uhr besucht werden kann. Führungen von Gruppen sind nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter (05726) 774 und per Fax (05726) 13 22 möglich.

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