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Kai Wingenfelder spricht im NDZ-Interview über sein neues Projekt BalticSeaChild

Ein Zufalls-Produkt, das alle begeistert

Zusammen mit seinem Bruder Thorsten war Kai Wingenfelder der kreative Kopf von Fury In The Slaughterhouse, die sich 1986 gründeten und 2008 mit drei ausverkauften Hannover-Konzerten von ihrer Fangemeinde verabschiedeten. 2010 hob er zusammen mit seinem Bruder das Projekt „Wingenfelder“ aus der Taufe. Unter dem Motto „Eine Band, eine Stadt, ein Konzert“ trafen sich die Furys 2013 mit 25 000 Fans auf der Plaza in Hannover zu einem Klassentreffen, auf dessen Wiederholung die Fans sehnlichst warten.

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Neben seinen Bandtätigkeiten sucht der 55-jährige Allrounder immer wieder nach neuen musikalischen Herausforderungen und wirkte zudem an diversen Charity-Projekten mit. 2007 präsentierte er sein Soloalbum „Alone“ und stellte sich immer wieder in den Dienst der guten Sache. Unter anderem initiierte er das Fundraising-Projekt „Home“ für Tsunami-Waisenkinder in Thailand und veröffentlichte 2012, zusammen mit radio ffn „Wenn die Zeit kommt“, ein Weihnachtslied zugunsten krebskranker Kinder, das es in die Top 50 der Singlecharts schaffte.

Schon seit Jahrzehnten hat Wingenfelders musikalisches Herz einen Grünstich, tourte er doch in den Fury-Anfangsjahren zusammen mit der irischen Folkband „The Pogues“ durch Deutschlands Konzerthallen. Dass er nach so vielen Jahren, zusammen mit Lars Jensen (Tears For Beers), ein Irish Folk-Album aufnehmen würde, verdankt er eher einem Zufall.

Kai: Eigentlich wollte ich für Lars ein Solo-Akustik-Album aufnehmen. Was letztendlich daraus geworden ist, hat mit dem Grundgedanken eigentlich nichts mehr zu tun. Beim Aufnehmen der Songs haben wir festgestellt, dass man diese Art der Musik auch mit einer Band machen könnte. Wir haben uns daraufhin ab und an mal wieder getroffen, bis auf einmal acht Stücke im Kasten waren. Die Titel habe ich dem Veranstalter von „Kultur auf den Halligen“ vorgestellt, der sie dann einem begeisterten Holger Hübner gegeben hat. Das ist der Boss des „Wacken Open Air“, wo wir dann in diesem Jahr auch spielen werden. Ohne Zweifel ist das ein musikalischer Ritterschlag für uns – eine Art Adelung, über die wir uns sehr freuen. Wir werden auf dem Festival zwar nicht auf der Hauptbühne spielen, aber auch in den Bierzelten ist die Stimmung groß – da fliegen dann schon mal die Bierbecher.

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Fast sämtliche Titel lagen bereits bei Lars Jensen auf Halde, wurden aber von Wingenfelder noch einmal überarbeitet.

Kai: Ich habe mir die Songs noch einmal vorgenommen und sie neu arrangiert, zusätzlich Parts eingebaut, die vorher noch nicht da waren. Darüber hinaus haben sie während des Produktionsprozesses noch eine andere Klangfarbe bekommen. Ich habe meine Einstellung zur Popmusik mit der klassischen irischen Folklore gemischt, von beiden Musikrichtungen die Stärken herausgefiltert und in einen Pott gegeben. Nach meiner Meinung hat BalticSeaChild auf diese Weise auch einen besonderen Widererkennungswert bekommen.

Den dürfte das Sextett ohnehin erhalten haben, denn Kai Wingenfelders charakteristische, unnachahmbare Pop-Rock-Röhre setzt der Band ohne Zweifel ein Gütesiegel der besonderen Art auf.

Kai: Zunächst war ich als Sänger gar nicht vorgesehen. Ich habe mich lediglich in mein Studio zurückgezogen, ein paar Titel eingesungen, Chöre draufgemischt und das Ergebnis der Band vorgespielt. Die waren sofort begeistert und so nahm alles seinen Lauf.

Man merkte es dem Ex-Fury-Frontmann während des Interviews sichtlich an, dass er in seinem neuen Projekt voll und ganz aufgeht.

„Wir haben jetzt mit BalticSeaChild ein „Baby“ bekommen, das die Band jetzt gemeinsam großziehen wird“, gab uns Kai noch mit auf den Weg.

Das nächste Ziel ist für Kai Wingenfelder bereits in Sichtweite. Zusammen mit seinem Bruder wird er in zwei Wochen nach Spanien reisen, um dort das nächste Wingenfelder-Album aufzunehmen – die Band kommt etwas später nach.

Bei der hannoverschen Plattenfirma SPV trafen wir Kai Wingenfelder zu einem 20-minütigen Interview.



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