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1600 Pfeifen und eine Tonne schwer: Erkundungstour einer Orgel

Ein Wunderwerk der Technik

Autor:

der Klasse 4 a der Grundschule Bodenwerder

Bodenwerder. Wir haben die Orgel in der Stadtkirche besichtigt. In Gruppen haben wir Fragen vorbereitet, die uns dabei helfen sollten, diesen Bericht zu schreiben. In der Kirche wurden wir von der Kantorin Frau Klein erwartet. Am Anfang haben wir gemeinsam ein Lied mit Orgelbegleitung gesungen. Wir saßen in einem großen Kreis vor der Orgel. In der Mitte lagen viele verschiedene Gegenstände, die beim Orgelspielen wichtig sind. Zum Beispiel: Gesangbuch, Orgelpfeife, Notenbuch, Schraubenzieher, Taschentücher. Jeder von uns durfte sich einen davon aussuchen und seine Bedeutung erfahren. Nun durften wir unsere Fragen stellen.

Zuerst erklärte Frau Klein, woher die Orgel ihren Namen hat. Dieser kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet Technik oder Werk, weil im Inneren einer Orgel viel Technik versteckt ist. Die erste Orgel wurde vor etwa 1000 Jahren in Arabien gebaut. Die Orgel in Bodenwerder ist erst 50 Jahre alt. Sie wurde vom Göttinger Orgelbauer Paul Ott im Jahre 1965 fertiggestellt. Er hatte etwa ein Jahr gebraucht, um das Instrument zu bauen. Die Orgel in der Stadtkirche hat 1600 Pfeifen. Es gibt verschiedene Pfeifenfamilien, die Register heißen. Jedes Register klingt anders. Es gibt Holz und Metallpfeifen. Die längste Pfeife ist ungefähr drei Meter lang, die kürzeste ist gerade so klein wie ein Zahn. Die Orgel hat 112 Tasten, die in zwei Etagen aufgebaut sind. Für die Füße gibt es noch 30 Tasten. Frau Klein kann gleichzeitig mit ihren Händen und Füßen 14 Töne spielen. Im Inneren der Orgel befindet sich ein riesiger Blasebalg, der die Luft durch verschiedene Leitungen in die Pfeifen drückt. Jede Orgel wird für eine bestimmte Kirche bestellt und gebaut. Deshalb sind Orgeln unterschiedlich groß und haben eine unterschiedliche Anzahl an Pfeifen. Die Orgel in Bodenwerder wiegt etwa eine Tonne und hat ungefähr 720 000 Euro gekostet. Wenn eine Orgel gut gepflegt wird, kann sie mehrere Jahrhunderte gespielt werden. Frau Klein spielt schon seit 38 Jahren. Zum Abschluss hat sie für uns ein bekanntes Stück von Johann Sebastian Bach gespielt.




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