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Sanierungsfall "Weidkamp": Kinder wollen großes Multi-Gerät - oder viel Platz zum Klettern

Ein Traumspielplatz, wie ihn Kinder wünschen

Vehlen (rnk). Wippen, Schaukel, Gleichgewichtsspiele, aber auch Bänke und Toiletten: Es waren recht konkrete Vorstellungen, die die Kinder im Rahmen des Sommerfestes für "ihren" künftigen Spielplatz "Weidkamp" erarbeiteten. Jetzt sollen die Kinder-Vorschläge auf ihre Machbarkeit und Umsetzbarkeit hin überprüft werden.

Dass sich rund 35 der eingeladenen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an der Umsetzung des neuen Spielplatzes beteiligt hätten, war für Stadtjugendpfleger Erhard Vinke zwar "höchst erfreulich", aber rein von der Teilnehmerzahl dürfe man dies nicht betrachten: Schließlich verpflichte der Gesetzgeber die Städte und Kommunen, bei Änderungen, die die Kinder berühren, diese auch in die Willensbildung einzubeziehen - was in der Praxis allerdings so gut wie nie geschieht. Natürlich ist auch Vinke klar, dass die Kinder sich bei der Zusammenstellung ihres Traumspielplatzes nicht unbedingt von Preisen abschrecken lassen, aber "erst einmal wird unabhängig von der Frage des Geldes gearbeitet", sagt Vinke, der zwei klare Trends nach der Auswertung ausmachen konnte: Die Kinder wollen entweder ein großes Spielgerät, das zentral auf dem Platz steht, ein multifunktionales Gerät, das vielfältige Spielmöglichkeiten bietet, oder einen reinen und großen Kletterbereich. Bei beiden Wünschen sieht Vinke viel preislichen Spielraum: Beides gebe es für 100 000 oder 5000 Euro - je nach Anspruch. Ein bisschen finanziellen Spielraum hat die letztendlich entscheidende Politik für den Spielplatz durchaus. Schließlich stehen für dieses Jahr noch fast 20 000 Euro bereit, die für die Sanierung des "Weidkamps" genutzt werden können (ein kleiner Teil wurde für den Spielplatz Stoevesandtstraße abgezwackt), auch im nächsten Jahr würden 20 000 Euro zur Verfügung stehen. Vinke geht sowieso nicht davon aus, dass der Spielplatz in Vehlen in diesem Jahr komplett saniert werden kann: Dafür reiche die Zeit nicht aus. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass Architekt Volker Wehmeier, der bereits bei der Gestaltung des Spielplatzes Gelldorf sein Fachwissen einbringen konnte, wird sich die Vorstellungen der Kinder ansehen und dann umsetzen. Es wird zwei größere Bereiche auf dem neuen Spielplatz geben; einen für das große, neue Gerät, ein anderer für Kleinkinder. Es biete sich an, so Vinke, dies zu trennen und durch eine entsprechende Platzmodellation auch optisch anzudeuten. Anschließend werden dem Ortsrat die Pläne vorgestellt, eher die Kostenerhebung erfolgt. Danach will Vinke einen "Realisierungsplan" aufstellen, der den Zeitplan der Umsetzung festlegt. Und erst dann, wenn der Spielplatz mehr oder weniger saniert ist, erhält auch der Eingang ein neues Gesicht. Es mache keinen Sinn, so meint Vinke, den Bauhof jetzt mit entsprechenden Arbeiten zu beauftragen, um dann im Zuge der Sanierung festzustellen, dass nun doch einiges wieder geändert werden muss.




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