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Messenkamps Kaninchenzüchter stellen ihre schönsten Tiere aus

Ein Stall für den Schirmherrn

Messenkamp (nah). Bei seiner 17. Lokalschau hat der Kaninchenzuchtverein (KZV) Messenkamp die schönsten Tiere seiner Mitglieder vorgestellt. Allerdings richteten nur 90 Nager ihre Ohren in die Höhe, weit weniger als in früheren Jahren. 16 Exemplare hatten von einer Jury das Prädikat "vorzüglich" erhalten; drei allerdings wurden "mit einem schweren Fehler" eingestuft. "Das", wunderte sich Vorsitzender Hans-Joachim Pilz, "hatten wir noch nie".

Ein Tag mehr im Jahr bringt offenbar Unruhe in die Ställe. Hartnäckig hält sich bis heute das Gerücht früherer Züchtergenerationen, dass in einem Schaltjahr die Fortpflanzung im Kaninchenstall offenbar mit Schwierigkeiten behaftet sein soll. Die Würfe seien kleiner und Tiere mitunter nicht mit den besten Voraussetzungen an Fellqualität, Zähnen und Körperbau ausgestattet. "Das ist wohl die beste Ausrede", räumte der Vertreter des Landesverbands, Hans-Dieter Funk, bei der Begrüßung ein. Gleichwohl wollte auch er nicht ausschließen, dass an der Meinung der Vorväter vielleicht noch ein unerforschtes Stück Wahrheit liegen könnte. Pilz, der auch in den eigenen Ställen auf Merkwürdigkeiten stieß,gab sich hoffnungsvoll: "Bestimmt gibt es im nächsten Jahr wieder bessere Würfe." Doch schon in der laufenden Saison ist er Vereinsmeister geworden - zum ersten Mal wieder nach dreijähriger Pause. In der von ihm betreuten Rasse Marburger Feh stellte er die fünf besten Tiere, die beste Häsin und die schönste Zuchtgruppe und platzierte sich außerdem mit einem Englischen Schecken (thüringer-weiß) als schönstem Zeichnungstier. Ernst Schäfer errang jeweils den zweiten Platz bei Meisterschaft und Zuchtgruppe. Ein junges Mitglied sorgte ebenfalls für Aufsehen: Der 15-jährige Robin Birkhahn wurde mit Russen-Farbenzwergen (schwarz-weiß) Meister und stellte das beste Tier. Volker Bültemeyer hat den besten Rammler aus der Rasse Kleinsilber (graubraun) im Stall. Robin Birkhahn, der seit seinem achten Lebensjahr dank großväterlichen Vorbilds Freude an den hoppelnden Haustieren gefunden hat, gehört zu den Ausnahmen in den vorwiegend älteren Züchterkreisen. "Deshalb wünsche ich der Ausstellung viele junge Besucher", vermerkte Funk. Diese konnten nicht nur die Farben- und Größenunterschiede der zehn vertretenen Rassen erkennen. Viel Aufmerksamkeit fand ein kleines Gehege, in dem sich Zwergschecken und kleine Meerschweinchen tummelten. Möglicherweise aber bekommt Messenkamps KZV bald Verstärkung. Landwirt und Ratsherr Armin Lohmann, der seit vielen Jahren die Schirmherrschaft für die Tierschau ausübt, gewinnt zunehmend Interesse an der Kaninchenwelt. "Ich glaube, ich bringe dir doch einmal einen Sechserstall auf den Hof", versprach Pilz.




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