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Ein Ständchen für Hans-Jürgen Meyer

BAD MÜNDER. „Herzlichen Glückwunsch, Herr Meyer!“ Immer mehr Schüler der Grundschule Bad Münder laufen am Beginn der großen Pause gestern auf Hans-Jürgen Meyer zu. Der ist am Vortag 80 Jahre alt geworden und ist sichtlich angetan von der Welle der Sympathie, die ihm an diesem Morgen in der Schulaula entgegen schwappt.

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Er kennt viele der Grundschüler beim Namen, erkundigt sich nach Geschwistern und Eltern und ist schnell von vielen Kindern umringt. 18 Jahre lang ist der mündersche Awo-Vorsitzende in der Grundschule als Hausmeister tätig gewesen.

„Hast Du auch wieder Edelsteine dabei?“, fragt ein kleines Mädchen. Meyer erklärt: „Normalerweise habe ich immer einige bunte Steine in der Tasche. Meine ,Edelsteine’ waren und sind bei den Kleinen sehr begehrt.“

Seit dem Umzug der Awo in die neuen Räumlichkeiten in der Wallstraße ist der Kontakt zwischen Meyer und den Kindern noch intensiver geworden. „Gerade nachmittags, wenn wir Senioren uns etwa zur Gymnastik treffen, schauen die Kinder auch gerne mal neugierig durchs Fenster“, erzählt das Geburtstagskind.

Dann begrüßt Schulleiter Christoph Schieb den Jubilar, würdigt seine Tätigkeit und Verbundenheit mit der Schule. „Herr Meyer ist ein Freund und Förderer seit Jahrzehnten“, lobt er.

Unter der Leitung von Musiklehrer Matthias Brodtmann singt die ganze Schülerschaft zum einen das bekannte „Wie schön, dass Du geboren bist“, später folgt noch das „Hey, hey, hier hat jemand Geburtstag“. Schieb überreicht Meyer ein großes, von den Schülern erstelltes Bild. Umgeben von Kindern mit Sonnenblumen dankt Meyer und erzählt von früheren Zeiten als Hausmeister. Und dann präsentiert er noch eine ganz dicke Überraschung. „Die Awo und der Förderkreis schenken der Grundschule 1000 Euro.“ Eigentlich gibt es jährlich einen kleineren Betrag, diesmal aber habe man wegen der Flüchtlingskinder etwas aufgestockt. Das Geld werde in das Projekt „Schule 2000“ einfließen, dessen Ziel die Gesunderhaltung der Kinder und der Kampf gegen Gewalt und Drogen ist. „Wir wollen außerdem eine Fahrt nach Börry ins Landwirtschafts- und nach Bückeburg ins Hubschrauber-Museum machen“, kündigt Meyer an. Macht nichts, dass er diesmal keine „Edelsteine“ dabei hat, denn der 80-jährige Hans-Jürgen Meyer ist in den Augen der Kinder und Lehrer ohnehin ein Juwel.hzs



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