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Warum Rick Springfield seine akustische Klampfe zur E-Gitarre umbaute

Ein Springinsfeld der Achtziger fühlt den Big Beat seit den Beatles

Mein Geschichtslehrer hatte mich überrumpelt. „Du kriegst 50 Mark, wenn Du von Haus zu Haus gehst und Spenden für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelst.“ Ich sagte zu; nicht etwa, weil ich damals schon so ein guter Mensch gewesen bin. Nein, ich war 14 und ich brauchte das Geld für die Ausgaben 30 bis 35 der „Bravo“. Die Redaktion der Jugendzeitschrift hatte Rick Springfield in 13 Teile gestückelt und auf sechs Hefte verteilt. Mein Idol in Lebensgröße. Ich wollte so aussehen, was ich nicht geschafft habe. Ich wollte so Gitarre spielen, was ich (noch) nicht geschafft habe. Ja, ich wollte Rick sein, seitdem ich etwa ein Jahr zuvor „Love somebody“ zum ersten Mal gehört hatte. Klarer Fall von jugendlicher Identitätskrise.

Jens Meyer

Autor

Jens Meyer Leiter Redaktion PR- und Sonderthemen zur Autorenseite


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