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Daniela Niederland sammelt stolze 1166,11 Euro / Hilfe für an Mukoviszidose erkrankte Kinder

Ein Schutzengel für die Kita in Rolfshagen

Rolfshagen (la). Mehrere Tausend PET-Flaschen hat Daniela Niederland in den vergangenen vier Monaten gesammelt, im Supermarkt abgegeben und das Pfandgeld dafür "kassiert". Aber das Geld hat sie nicht in die eigene Tasche gesteckt, sondern für einen guten Zweck gespendet - der Mukoviszidose e. V. und der Christiane-Herzog-Stiftung.

Bei sieben Veranstaltungen im Auetal hat Daniela Niederland einen Informationstand aufgebaut und gleichzeitig PET-Flaschen und Spenden gesammelt. Außerdem stellte sie Sammeldosen in Geschäften und Institutionen im Auetal auf. "Den größten Erlös habe ich beim Sommerfest der Kindertagesstätte Rolfshagen erzielt, und auch die Sammeldosen waren gut gefüllt", freut sich die 28-Jährige. Insgesamt kamen stolze 1166,11 Euro zusammen. Daniela Niederland aus Bernsen ist Mutter einer vierjährigen Tochter. Die kleine Julia leidet an Mukoviszidose, einer schweren Stoffwechselerkrankung, die Lunge, Bauchspeicheldrüse und Leber betrifft (wir berichteten). Julia geht es, Dank unzähliger Medikamente, die das Mädchen täglich einnehmen muss, und krankengymnastischer Behandlungen, gut. "Aber es gibt viele Kinder, denen es schlecht geht, und noch immer müssen zu viele Kinder an dieser Krankheit sterben", erläutert Daniela Niederland ihr Engagement für die Erforschung von Mukoviszidose. Das Geld aus der PET-Flaschensammelaktion hat die engagierte Mutter für den Verein "Mukoviszidose e. V." und die "Christiane-Herzog-Stiftung" gesammelt, die versuchen, die Situation der Betroffenen zu verbessern. Speziell hat Daniela Niederland sich für das "Haus Schutzengel" engagiert, an die das Geld weitergeleitet wird. Das "Haus Schutzengel" wird am 23. Oktober in unmittelbarer Nähe der Medizinischen Hochschule Hannover eröffnet, die weltweit führend bei Lungentransplantationen für Mukoviszidose-Patienten ist. Häufig ist eine Lungentransplantation die letzte Möglichkeit, das Leben eines Mukoviszidose-Betroffenen zu retten. Wer eine so lebensbedrohende Ausnahmesituation bewältigen muss, ist auf den Zuspruch von Eltern oder Angehörigen angewiesen. Das "Haus Schutzengel" bietet Betroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung an. Während ambulanter Behandlungen in der Medizinischen Hochschule können Mukoviszidose-Patienten im "Haus Schutzengel" aufgenommen werden, soweit sie nicht stationär behandelt werden müssen. Angehörige können ein vorübergehendes Zuhause und Zuspruch durch Gespräche mit anderen Betroffenen und Psychologen bekommen und schwerstbetroffene erwachsene Patienten, die durch ihre Krankheit jegliche Kontakt zu Freunden und Verwandten verloren haben, finden ein neues Zuhause. Als Dankeschön für ihr Engagement erhielt Daniela Niederland von der Mukoviszidose e. V. ein großes Plakat auf dem ein Schutzengel abgebildet ist. Das gerahmte Bild hat einen Platz in der Kindertagesstätte Rolfshagen gefunden, von der Daniela Niederland sehr unterstützt wurde. Außerdem wurden sie und dieLeiterin der Kita Rolfshagen, Beate Handierk, zur Eröffnung des "Hauses Schutzengel" eingeladen. "Das war bestimmt nicht meine letzte Aktion für diese Einrichtung", stellt Daniela Niederland fest. Allerdings will sie jetzt erstmal eine Pause einlegen und die nächste Aktion in Ruhe planen.




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